Close

Erdkunde-Online

Infos und Wissen rund um die Welt

Falklandinsel

Falklandinsel

Die Falklandinseln ein Paradies der Pinguine und Albatrosse

Die Falklandinseln, ein archipelagisches Territorium im Südatlantik, sind bekannt für ihre atemberaubende Natur und Tierwelt. Diese abgelegene Region zeichnet sich durch raue Landschaften, sanfte Hügel und eine Vielzahl von Arten aus, die in ihrem einzigartigen Lebensraum gedeihen. Die historische Bedeutung der Inseln geht weit über ihre geografische Lage hinaus; sie haben eine lange Geschichte von Kolonialisierung und Konflikten.

Heutzutage ziehen die Falklandinseln nicht nur Geschichtsliebhaber an, sondern auch Abenteurer und Naturliebhaber. Die Kombination aus beeindruckenden Ausblicken und einer reichen Kultur macht sie zu einem interessanten Ziel für jeden Reisenden. In diesem Artikel werden verschiedene Aspekte der Falklandinseln beleuchtet, um einen umfassenden Überblick über dieses faszinierende Gebiet zu bieten.

Wichtiges am Anfang

  • Die Falklandinseln bestehen aus etwa 778 Inseln und liegen 500 Kilometer vor Argentiniens Küste.
  • Die komplexe Geschichte umfasst Kolonialisierung, Konflikte und beanspruchte Souveränität zwischen Argentinien und Großbritannien.
  • Die Wirtschaft basiert hauptsächlich auf Fischerei, Offshore-Ölindustrie und steigendem Tourismus.
  • Die vielfältige Tierwelt umfasst zahlreiche Vögel, einschließlich berühmter Pinguinkolonien.
  • Die Falklandinseln bieten atemberaubende Landschaften und zahlreiche Outdoor-Aktivitäten für Besucher.
Flag of the Falkland Islands
Flag of the Falkland Islands

Government of Great Britain, CC0, via Wikimedia Commons

Die Falklandinsel liegt im Südatlantik und hat eine Fläche von 12173 Quadratkilometer. 3140 Menschen leben auf der Insel, die zu Südamerika gehört. Es gibt zwei Hauptinseln und ungefähr 200 kleine Inselchen rund herum. Fast jeder hat schon einmal von den Falklandinseln gehört, denn 1982 wurde hier ein Krieg geführt von Großbritannien und Argentinien. Viele Soldaten verloren hier ihr Leben. Großbritannien gewann den Krieg und seitdem ist es auf Falkland wieder ruhig. 50000 Urlauber besuchen jetzt diese Insel jedes Jahr, denn hier gibt es eine wunderschöne Natur mit den verschiedensten Tierarten.

Die jahrelang unberührte Natur ist einzigartig. Besonders die Pinguine und Albatrosse beeindrucken mit ihrer Artenvielfalt die Touristen. Für Angler ist das hier ein Paradies, es gibt viele Fische, die dann auch fast die Hauptspeise der Einwohner ist. Die Hauptstadt der Insel heißt Stanley. Hier merkt der Gast gleich den britischen Charakter. Es stehen rote Telefonzellen in den Straßen und auch die typischen englischen Pups sind überall zu finden. Es gibt einen Hafen und auch ein Hotel. Ansonsten können viele Privatunterkünfte gebucht werden. Vor den Inseln liegen einige Schiffswracks. Taucher können diese erkunden und dabei auch die artenreiche Pflanzenwelt bewundern. Hier gibt es Delphine, Wale und ab und zu auch einmal ein See Elefanten. Weltenbummler zieht diese Inselgruppe in Südamerika magisch an.

Die Falklandinseln auf einem Blick

Kategorie Details
Hauptort Stanley (ca. 2.300 Einwohner)
Fläche 12.173 km²
Größte Inseln Ostfalkland und Westfalkland
Einwohnerzahl ca. 3.500 (2026)
Höchster Berg Mount Usborne, 705 m
Weitere Namen Islas Malvinas (argentinisch)
Lage Südatlantik, ca. 480 km östlich von Feuerland
Klima Kühl, windig; milde Sommer bis max. 10°C; ca. 200 Regentage/Jahr
Wirtschaft Schafzucht, Fischerei, Tourismus
Tierwelt Fünf Pinguinarten, Schwarzbrauenalbatros, Seelöwen, Elefantenrobben
Politische Zugehörigkeit Britisches Überseegebiet seit 1833; Argentinische Ansprüche bestehen weiterhin

Die Lage

Die Falklandinseln sind keine einzelne Insel, sondern eine Inselgruppe. Sie bestehen aus etwa 200 Inseln, wovon Ostfalkland und Westfalkland die beiden größten und wichtigsten sind. Die Falklandinseln gehören geographisch zu Südamerika. Sie liegen im südlichen Atlantik, etwa 400–500 km östlich der argentinischen Küste bei Feuerland. Politisch sind sie ein britisches Überseegebiet, unabhängig von Kontinenten.  Argentinien (als Islas Malvinas) reklamiert sie ebenfalls als Teil Südamerikas.

Die Lage der Falkland Islands
Die Lage der Falkland Islands

TUBS, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Fakten zur Falklandinsel

  • Die Falklandinseln erstrecken sich im Südatlantik, rund 480 Kilometer östlich von Feuerland, über etwa 200 Inseln mit insgesamt 12.173 Quadratkilometern.

  • Zu den Hauptinseln zählen Ostfalkland und Westfalkland, deren Hauptstadt Stanley etwa 2.300 Einwohner beherbergt.

  • Rund 3.500 Bewohner, meist britischstämmig, verdienen ihren Lebensunterhalt mit Schafzucht, Fischerei und Tourismus.

  • Fünf Pinguinarten wie Königspinguine und Magellanpinguine nisten in gewaltigen Kolonien entlang der Küsten.

  • Die Inseln sind Heimat einer der weltweit größten Schwarzbrauenalbatros-Populationen neben Seelöwen und Elefantenrobben.

  • Ein kühles, stürmisches Ozeanklima mit milden Sommern um 10 Grad und Regen an rund 200 Tagen prägt das Jahr.

  • Großbritannien hält die Inseln seit 1833, trotz argentinischer Ansprüche, die 1982 im Falklandkrieg scheiterten.

  • Der 74-tägige Falklandkrieg forderte 907 Opfer und führte zu einer britischen Militärbasis in Stanley.

  • Schafe überbieten die Menschen an Zahl bei weitem, da Wollproduktion lange den Kern der Besiedlung bildete.

  • Kreuzfahrten bringen Naturliebhaber zu Pinguinen und Seevögeln, mit Stanley als idealem Ausgangspunkt.

  • Der 705 Meter hohe Mount Usborne erhebt sich über eine baumlose, moosige Hügellandschaft.

Geografie der Falklandinseln

Die Falklandinseln bestehen aus etwa 778 Inseln, von denen die zwei größten, East Falkland und West Falkland, den Großteil der Bevölkerung beherbergen. Diese Inseln liegen etwa 500 Kilometer vor der Küste Argentiniens im Südatlantik. Die Gesamtfläche beträgt rund 12.200 Quadratkilometer und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus.

Die Geografie ist geprägt von sanften Hügeln, weitläufigen Graslandschaften und schroffen Klippen, die in das raue Meer stürzen. Typische Merkmale sind die bergigen Regionen im Westen und die flacheren Lande im Osten. Das Klima ist maritime, mit milden Temperaturen und häufigen Niederschlägen, was die Vegetation beeinflusst.

Die Tierwelt der Falklandinseln ist vielfältig und umfasst zahlreiche Vögel, darunter mehrere Pinguinarten, die auf diesen unberührten Landstrichen brüten. Besucher erleben hier eine einzigartige Natur, die sowohl faszinierend als auch schützenswert ist.

Geschichte und Kolonialisierung

Die Geschichte der Falklandinseln ist geprägt von verschiedenen Kolonialisierungsversuchen und Konflikten. Erste Europäer, die die Inseln sichteten, waren vermutlich spanische Seefahrer im 16. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten machten sowohl britische als auch französische Kolonisten Ansprüche auf das Gebiet geltend. Im Jahr 1765</i gründeten die Briten erstmals eine Siedlung, doch diese wurde einige Jahre später wieder aufgegeben.

In den 1800er Jahren interessierte sich Argentinien für die Falklandinseln und beanspruchte sie. Dies führte zu zunehmenden Spannungen zwischen Argentinien und Großbritannien, die 1982 in einem kurzen, aber intensiven Krieg gipfelten.

Der Falklandkrieg war ein kurzer Konflikt zwischen Argentinien und Großbritannien um die Herrschaft über die Falklandinseln im Südatlantik. Am 2. April 1982 besetzte Argentiniens Militärjunta unter Galtieri die Inseln, die Großbritannien seit 1833 kontrolliert. Premierministerin Thatcher schickte eine Flotte mit 100 Schiffen und eroberte die Inseln nach 74 Tagen Kampf zurück, inklusive des Versenkens des Kreuzers General Belgrano. Am 14. Juni 1982 kapitulierten die Argentinier bei Stanley mit 649 Toten auf ihrer Seite und 255 britischen Verlusten.

Heute sind die Falklandinseln ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs und werden weiterhin von Argentinien beansprucht. Der Streit um die Inseln bleibt ein zentraler Punkt in der politischen Beziehung zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich. Die komplexe Geschichte prägt bis heute die Identität und Kultur der Falklandinseln.

Gedenkstätte an den Falklandkrieg auf der Falklandinsel
Gedenkstätte an den Falklandkrieg auf der Falklandinsel

Die Falklandinseln sind ein Ort, an dem die Natur unberührt und die Geschichte lebendig ist. – David Attenborough

Politische Situation und Streitigkeiten

Die politische Situation der Falklandinseln ist von komplexen historischen Spannungen geprägt. Die Inseln werden seit 1833 vom Vereinigten Königreich verwaltet, was zu anhaltenden Konflikten mit Argentinien führte, das ebenfalls Ansprüche auf die Gebiete erhebt.

Der Streit eskalierte 1982 in einem kurzen, aber heftigen Krieg zwischen den beiden Nationen, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Trotz der militärischen Auseinandersetzungen und diplomatischen Bemühungen besteht kein endgültiger Frieden bezüglich der territorialen Ansprüche.

Aktuell verfügen die Falklandinseln über eine eigene Regierung, jedoch bleibt die Präsenz des britischen Überseegebiets bestehen. Die Bewohner der Inseln sprechen sich stark für ihre Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich aus und zeigen wenig Interesse an einer Änderung des Status. Dieser politische Konflikt wirkt sich auf das tägliche Leben und die internationale Beziehung zwischen Argentinien und Großbritannien aus.

Wirtschaftliche Strukturen und Ressourcen

Die Wirtschaft der Falklandinseln ist geprägt von einer Mischung aus traditionellen und modernen Aktivitäten. Die wichtigsten Sektoren sind die Fischerei und die Offshore-Ölindustrie, die eine bedeutende Einnahmequelle darstellen. Die malerische Umgebung zieht Touristen an, was dem Tourismussektor einen stetigen Aufschwung verleiht.

Die Fischerei hat insbesondere für die lokale Bevölkerung große Relevanz. Hier werden hauptsächlich Krabben und verschiedene Fischarten gefangen, die exportiert werden. Zudem gibt es immer mehr Bestrebungen, nachhaltige Praktiken in der Fischerei zu fördern, um das empfindliche marine Ökosystem zu schützen.

Neben diesen Ressourcen ist auch die Landwirtschaft präsent, jedoch spielen diese Tätigkeiten eine geringere Rolle im Vergleich zur Fischerei. Die Kombination aus natürlichen Ressourcen und touristischen Attraktionen bietet den Falklandinseln vielfältige wirtschaftliche Möglichkeiten und wird in Zukunft weiterentwickelt.

Tourismus und Naturattraktionen

Die Falklandinseln locken mit unberührter Natur und faszinierender Geschichte im Südatlantik.  Sie ziehen mit ihrer unberührten Natur und spektakulären Landschaften zahlreiche Touristen an. Beliebte Aktivitäten umfassen Vogelbeobachtungen, Wandern und Bootstouren, die es ermöglichen, die reichhaltige Tierwelt hautnah zu erleben.

Besonders die Pinguinkolonien sind ein faszinierendes Highlight; verschiedene Arten wie der Magellan- und Königspinguin nisten hier. Diese Kolonien sind nicht nur für Naturliebhaber von Interesse, sondern auch für Fotografen, die ein einmaliges Motiv suchen.

Zusätzlich bieten die Inseln atemberaubende Küstenlinien mit dramatischen Klippen und weiten Stränden. Die malerischen Ausblicke laden Besucher dazu ein, sich in der ruhigen Umgebung zu entspannen. Ausrüstungsverleihe und geführte Touren unterstützen Reisende dabei, das Beste aus ihrem Aufenthalt herauszuholen. Diese Vielfalt an Naturattraktionen macht die Falklandinseln zu einem lohnenswerten Ziel für Abenteuerlustige und Ruhesuchende gleichermaßen.

Close