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	<title>Afrika +++ - Erdkunde-Online</title>
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	<title>Afrika +++ - Erdkunde-Online</title>
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	<item>
		<title>Die Great Green Wall &#8211; Die große grüne Mauer Afrikas</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/die-great-green-wall-die-grosse-gruene-mauer-afrikas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 13:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Great Green Wall: Afrikas grüner Kampf gegen die Wüste In den weiten Ebenen der Sahelzone, wo der Horizont mit dem Himmel verschmilzt und die Sonne unbarmherzig auf den trockenen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.erdkunde-online.de/die-great-green-wall-die-grosse-gruene-mauer-afrikas/">Die Great Green Wall &#8211; Die große grüne Mauer Afrikas</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.erdkunde-online.de">Erdkunde-Online</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Great Green Wall: Afrikas grüner Kampf gegen die Wüste</h2>
<p>In den weiten Ebenen der Sahelzone, wo der Horizont mit dem Himmel verschmilzt und die Sonne unbarmherzig auf den trockenen Boden brennt, entsteht ein Projekt von atemberaubender Dimension.</p>
<p>Stellen Sie sich vor: Ein grünes Band, das sich wie eine Lebensader quer durch den afrikanischen Kontinent zieht, von den Küsten Senegals im Westen bis zu den Ufern des Roten Meeres in Dschibuti. Dies ist die Vision der Great Green Wall, ein kühnes Unterfangen, das die Grenzen zwischen Geografie, Ökologie und menschlichem Einfallsreichtum verwischt. Anders als die berühmten Mauern der Geschichte, die trennten und abgrenzten, soll diese &#8222;Mauer&#8220; verbinden und Leben spenden.</p>
<p>Sie ist ein Zeugnis dafür, wie Menschen die Kraft der Natur nutzen können, um gegen die Ausbreitung der Wüste anzukämpfen und gleichzeitig neue Perspektiven für Millionen von Menschen zu schaffen.</p>
<h2>Wichtigste Fakten zur Großen Grünen Mauer</h2>
<div class="su-note"  style="border-color:#7acbe2;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#94e5fc;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;">
<ul>
<li><strong>Initiative:</strong> 2005 von der Afrikanischen Union gestartet.</li>
<li><strong>Ziel:</strong> 15 km breiter, 7.775 km langer Baumstreifen von Senegal bis Dschibuti.</li>
<li><strong>Erweiterung:</strong> Von einer Baumreihe zu einem komplexen Ansatz für Landrestaurierung und nachhaltige Entwicklung.</li>
<li><strong>Beteiligte Länder:</strong> 21 afrikanische Staaten.</li>
<li><strong>Fortschritt:</strong> Bis 2020 nur 4 bis 20 % des Ziels erreicht.</li>
<li><strong>Herausforderungen:</strong> Finanzierungsprobleme, unterschiedliche geografische Bedingungen, politische und soziale Hürden.</li>
<li><strong>Wirtschaftliche Perspektive:</strong> Rendite von 20 Cent pro Dollar erst nach etwa 30 Jahren.</li>
<li><strong>Finanzierung:</strong> Benötigt werden schätzungsweise 33 Milliarden Dollar bis 2030.</li>
<li><strong>Beschäftigung:</strong> Ziel sind 10 Millionen neue &#8222;grüne Jobs&#8220; bis 2030.</li>
<li><strong>Umweltziele:</strong> Wiederherstellung von 100 Millionen Hektar Land und Bindung von 250 Millionen Tonnen Kohlenstoff.</li>
<li><strong>Aktueller Fortschritt:</strong> 18 Millionen Hektar Land wiederhergestellt, etwa 18 % des Ziels.</li>
<li><strong>Beschleunigungsinitiative:</strong> 2021 gestartet mit Zusagen von 14,3 Milliarden Dollar für 2021-2025.</li>
<li><strong>Sicherheitsbedrohungen:</strong> Terrorgruppen wie Boko Haram erschweren die Umsetzung.</li>
<li><strong>Technische Herausforderungen:</strong> Wassermangel in ariden Regionen beeinträchtigt Baumwachstum.</li>
<li><strong>Monitoring-Probleme:</strong> Schwierige Überwachung und Dokumentation der Aufforstungsprojekte.</li>
<li><strong>Erweiterter Ansatz:</strong> Umfasst auch Grasland- und Ackerlandschaftsschaffung.</li>
<li><strong>Internationale Anerkennung:</strong> Von den Vereinten Nationen als eines von 10 Pionierprojekten anerkannt.</li>
</ul>
</div></div>
<h2>Karte der Grünen Mauer in Afrika</h2>
<figure id="attachment_1002" aria-describedby="caption-attachment-1002" style="width: 865px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-1002" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Gruene-Mauer-Afrika-2.jpg" alt="Die Grüne Mauer in Afrika (DPPS)" width="865" height="1000" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Gruene-Mauer-Afrika-2.jpg 865w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Gruene-Mauer-Afrika-2-260x300.jpg 260w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Gruene-Mauer-Afrika-2-768x888.jpg 768w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Gruene-Mauer-Afrika-2-600x694.jpg 600w" sizes="(max-width: 865px) 100vw, 865px" /><figcaption id="caption-attachment-1002" class="wp-caption-text">Die Grüne Mauer in Afrika (DPPS)</figcaption></figure>
<h2 class="mb-2 mt-6 text-lg first:mt-3">Die große grüne Mauer in Afrika &#8211; Ein Modell für die drei Säulen der Nachhaltigkeit in Aktion</h2>
<p>Die Great Green Wall verkörpert in beeindruckender Weise das Konzept der <a href="https://umweltdaten.de/umwelt/3-saeulen-der-nachhaltigkeit/" target="_blank" rel="noopener">3 Säulen der Nachhaltigkeit</a>. Ökologisch gesehen ist sie ein Bollwerk gegen die Desertifikation, indem sie durch Aufforstung und nachhaltige Landnutzung die Biodiversität fördert und das Ökosystem stärkt. Ihre soziale Dimension zeigt sich in der Schaffung neuer Lebensgrundlagen für Millionen Menschen in der Sahelzone. Familien erhalten Zugang zu fruchtbarem Land, sauberem Wasser und neuen Einkommensquellen. Ökonomisch betrachtet, eröffnet das Projekt vielfältige wirtschaftliche Chancen. Es entstehen neue Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, im Öko-Tourismus und in der nachhaltigen Ressourcennutzung.</p>
<p>Die Great Green Wall ist somit mehr als nur ein Umweltprojekt; sie ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung nachhaltiger Entwicklung. Indem sie ökologische Restauration mit sozialer Stabilisierung und wirtschaftlichem Fortschritt verbindet, zeigt sie eindrucksvoll, wie die drei Säulen der Nachhaltigkeit in der Praxis ineinandergreifen können.</p>
<h2>Welche Ziele verfolgt die Große Grüne Mauer?</h2>
<p>Die Große Grüne Mauer ist ein ehrgeiziges Projekt, das mehrere wichtige Ziele verfolgt:</p>
<ol>
<li><strong>Wüstenausbreitung stoppen:</strong>
<ul>
<li>Das Wachstum der Sahara soll gestoppt werden.</li>
<li>Bestehende Wüstengebiete sollen zurückgedrängt werden.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lebensgrundlagen verbessern:</strong>
<ul>
<li>Schaffung fruchtbarer Böden zur Unterstützung der Landwirtschaft.</li>
<li>Sicherstellung der Ernährungssicherheit für die lokale Bevölkerung.</li>
<li>Stabilisierung der Trinkwasserversorgung.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Arbeitsplätze generieren:</strong>
<ul>
<li>Schaffung von mindestens 10 Millionen neuen Jobs in ländlichen Gebieten.</li>
<li>Perspektiven für junge Menschen bieten.</li>
<li>Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Klimaschutz betreiben:</strong>
<ul>
<li>Bindung von CO2 aus der Atmosphäre.</li>
<li>Stärkung der Klimaresilienz der Region.</li>
<li>Abmilderung extremer Wetterereignisse.</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Soziale Stabilität fördern:</strong>
<ul>
<li>Bekämpfung von Fluchtursachen.</li>
<li>Reduzierung von Konflikten um Ressourcen.</li>
<li>Stärkung der regionalen Zusammenarbeit.</li>
</ul>
</li>
</ol>
<h2>Die Länder der Great Green Wall &#8211; Eine bunte Allianz gegen die Wüste</h2>
<p>Die Great Green Wall startete ursprünglich mit 11 Ländern, die alle in der Sahelzone liegen. Diese Länder haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Wüstenausbreitung zu kämpfen. Am Anfang waren dabei Senegal im Westen und Dschibuti im Osten &#8211; und alle wichtigen Länder dazwischen.</p>
<blockquote><p><strong>Mittlerweile sind über 20 afrikanische Staaten Teil dieser einzigartigen Umwelt-Initiative. Die Kerngruppe bilden Länder wie Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Tschad, Sudan, Eritrea, Äthiopien und Dschibuti.</strong></p></blockquote>
<p>Jedes dieser Länder bringt seine eigenen Herausforderungen und Stärken mit. Manche kämpfen mit Dürren, andere mit Konflikten, aber alle eint das große Ziel: Die Landschaft zu retten und den Menschen neue Perspektiven zu geben. Es ist wie eine große Familie, die gemeinsam an einer grünen Zukunft arbeitet &#8211; Grenze an Grenze, Baum für Baum.</p>
<h2>Herausforderungen beim Pflanzen der Grünen Mauer</h2>
<p>Das Pflanzen der Bäume für die Great Green Wall ist keine leichte Aufgabe. Die größte Hürde ist das harte Klima. Es ist sehr heiß und trocken, und die jungen Bäume brauchen viel Wasser zum Überleben.</p>
<p>Oft fehlt es an Regen, und die Pflanzen müssen künstlich bewässert werden. Das kostet viel Geld und Arbeit. Auch der Boden macht Probleme. Er ist oft ausgelaugt und arm an Nährstoffen. Die Bäume wachsen daher nur langsam. Manchmal zerstören Sandstürme oder Dürren die neuen Pflanzungen.</p>
<p>Dazu kommen noch menschliche Einflüsse: In manchen Gebieten gibt es politische Unruhen, die die Arbeit erschweren. Auch fehlt es oft an Geld und geschulten Arbeitskräften. Die Menschen vor Ort müssen erst lernen, wie sie die Bäume richtig pflanzen und pflegen. Trotz all dieser Schwierigkeiten geben die Beteiligten nicht auf. Sie suchen ständig nach neuen Lösungen, um die Grüne Mauer wachsen zu lassen.</p>
<h2>Wie die Große Grüne Mauer das Leben in der Sahelzone verbessert</h2>
<p>Die Große Grüne Mauer bringt viele positive Veränderungen für die Menschen in der Sahelzone. Durch die neuen Bäume und Pflanzen wird der Boden fruchtbarer. Das bedeutet, dass Bauern wieder mehr anbauen können. So haben die Familien mehr zu essen und können auch Lebensmittel verkaufen.</p>
<p>Die Bäume spenden Schatten und halten Wasser im Boden. Dadurch gibt es mehr Trinkwasser für Menschen und Tiere. Viele Menschen finden Arbeit beim Pflanzen und Pflegen der Bäume. Das bringt ihnen Geld ein. In den grünen Gebieten können Tiere wieder leben. Das hilft Hirten, ihre Herden zu ernähren. Insgesamt macht die Große Grüne Mauer das Leben für viele Menschen einfacher und sicherer. Sie müssen weniger Angst vor Hunger und Dürre haben. Auch junge Leute sehen wieder eine Zukunft in ihrer Heimat und wandern weniger ab.</p>
<h2>Welche technischen Innovationen werden bei der Großen Grünen Mauer eingesetzt?</h2>
<p>Bei der Großen Grünen Mauer kommen verschiedene technische Innovationen zum Einsatz, um die Herausforderungen des Projekts zu meistern. Eine wichtige Neuerung sind spezielle Bewässerungssysteme, die wenig Wasser verbrauchen. Diese Systeme nutzen Tröpfchenbewässerung und unterirdische Rohre, um das kostbare Nass direkt zu den Wurzeln zu bringen.</p>
<p>Satelliten und Drohnen helfen dabei, große Gebiete zu überwachen und zu kartieren. So können die Experten sehen, wo Bäume gut wachsen und wo es Probleme gibt. Moderne Saatguttechniken sorgen dafür, dass die Pflanzen besser mit Trockenheit zurechtkommen.</p>
<p>Einige Projekte nutzen sogar Roboter, um Bäume zu pflanzen. Apps auf Smartphones helfen den Bauern vor Ort, die besten Methoden für den Anbau zu lernen. Auch erneuerbare Energien wie Solarstrom werden genutzt, um Pumpen für die Bewässerung anzutreiben. All diese Technologien zusammen machen die Arbeit an der Grünen Mauer effizienter und erfolgreicher.</p>
<figure id="attachment_998" aria-describedby="caption-attachment-998" style="width: 1000px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-998" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung.jpg" alt="Wüstenbewässerung (depositphotos.com)" width="1000" height="1000" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung.jpg 1000w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung-300x300.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung-150x150.jpg 150w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung-768x768.jpg 768w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2024/11/Wuestenbewaesserung-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption id="caption-attachment-998" class="wp-caption-text">Wüstenbewässerung (depositphotos.com)</figcaption></figure>
<h2>Welche Vorteile bietet die Große Grüne Mauer für die lokale Wirtschaft?</h2>
<p>Die Great Green Wall hat neben der ökologischen und sozialen auch eine wichtige wirtschaftliche Komponente. Das Projekt zielt darauf ab, bis 2030 rund 10 Millionen neue Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten zu schaffen. Diese Jobs entstehen nicht nur direkt beim Pflanzen und Pflegen der Bäume, sondern auch in der nachhaltigen Landwirtschaft, im Öko-Tourismus und in der Verarbeitung von Naturprodukten.</p>
<p>Zudem soll die verbesserte Landnutzung die Ernährungssicherheit erhöhen und neue Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung erschließen. Ein weiterer Aspekt ist die Förderung von Bildung und Ausbildung in den Bereichen Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung. Das Projekt unterstützt auch die Stärkung von Frauenrechten, indem es Frauen aktiv in Entscheidungsprozesse und wirtschaftliche Aktivitäten einbezieht.</p>
<p>Darüber hinaus soll die Great Green Wall zur politischen Stabilität in der Region beitragen, indem sie Konflikte um knappe Ressourcen reduziert und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert. Insgesamt verfolgt das Projekt also einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische Restauration mit sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung verbindet.</p>
<h2>Welche Rolle spielen internationale Organisationen bei der Großen Grünen Mauer?</h2>
<div class="" data-v-0359f592="">
<p>Die folgende Tabelle zeigt verschiedene internationaler Organisationen, die an der  Großen Grünen Mauer zusammearbeiten.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th><strong>Organisation</strong></th>
<th><strong>Rolle bei der Großen Grünen Mauer</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Afrikanische Union (AU)</td>
<td>Initiator und Hauptkoordinator des Projekts</td>
</tr>
<tr>
<td>Europäische Union (EU)</td>
<td>Wichtiger Geldgeber und technischer Berater</td>
</tr>
<tr>
<td>Vereinte Nationen (UNO)</td>
<td>Unterstützung durch verschiedene Unterorganisationen und Programme</td>
</tr>
<tr>
<td>Weltbank</td>
<td>Finanzielle Unterstützung und Beratung bei der Projektplanung</td>
</tr>
<tr>
<td>FAO (UN-Ernährungsorganisation)</td>
<td>Technische Hilfe bei nachhaltiger Landwirtschaft und Forstwirtschaft</td>
</tr>
<tr>
<td>UNEP (UN-Umweltprogramm)</td>
<td>Umweltbezogene Beratung und Unterstützung</td>
</tr>
<tr>
<td>UNDP (UN-Entwicklungsprogramm)</td>
<td>Hilfe bei der Entwicklung lokaler Gemeinschaften</td>
</tr>
<tr>
<td>Weltnaturfonds (WWF)</td>
<td>Beratung zum Schutz der Biodiversität</td>
</tr>
<tr>
<td>Global Environment Facility (GEF)</td>
<td>Finanzierung von Umweltprojekten im Rahmen der Initiative</td>
</tr>
<tr>
<td>Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA)</td>
<td>Beratung zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Region</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p><strong>Diese Organisationen arbeiten zusammen, um finanzielle, technische und logistische Unterstützung für die Umsetzung der Großen Grünen Mauer zu leisten.</strong></p></blockquote>
</div>
<h2>Fazit: Ein grünes Bollwerk gegen Wüstenbildung und Klimawandel in Afrika</h2>
<p>Die Great Green Wall ist mehr als nur ein Umweltprojekt; sie ist ein Symbol für den Kampf gegen die Wüstenbildung und die Herausforderungen des Klimawandels in Afrika. Diese Initiative, die 2005 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, einen Gürtel aus Bäumen und Grünflächen über 8.000 Kilometer von West- nach Ostafrika zu schaffen. Durch die Aufforstung und nachhaltige Landnutzung wird die Ausbreitung der Sahara-Wüste gestoppt. Es werden die Lebensbedingungen von Millionen Menschen verbessert werden.</p>
<p>In einer Region, die von Dürre, Armut und Instabilität geprägt ist, bietet dieses ehrgeizige Projekt Hoffnung auf eine grünere und nachhaltigere Zukunft. Die Great Green Wall vereint ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele und zeigt, wie Zusammenarbeit zwischen Nationen und Gemeinschaften zu einem positiven Wandel führen kann.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ägypten &#8211; Urlaub und Sehenswürdigkeiten</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/aegypten-urlaub-und-sehenswuerdigkeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2021 15:42:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Urlaub in Ägypten &#8211; Sehenswürdigkeiten und Reisetipps Das Land der Pharonen ist berühmt für seine alten Pyramiden und den vielen imposanten Kulturstätten der ersten noch lebenden Zivilistation der Welt. Das ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten-urlaub-und-sehenswuerdigkeiten/">Ägypten &#8211; Urlaub und Sehenswürdigkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.erdkunde-online.de">Erdkunde-Online</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Urlaub in Ägypten &#8211; Sehenswürdigkeiten und Reisetipps</h2>
<p><strong>Das Land der Pharonen ist berühmt für seine alten Pyramiden und den vielen imposanten Kulturstätten der ersten noch lebenden Zivilistation der Welt. Das Pharonenreich entwickelte sich, obwohl das Land zum größten Teil von der Wüste bedeckt ist. Der Nil sorgte für Leben in dieser Region. Er schuf mit seinen Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Die Pyramiden sind heute ein beliebtes Urlaubsziel, ebenso wie der Nil mit seinen Nilkreuzfahrten und die Millionen Metropole Kairo. Auch das Rote Meer im Süden zieht tausende Touristen an. Besonders bekannt ist hier Hurghada als Urlaubsziel. Das rote Meer lockt mit langen Sandstränden und einem beliebten Tauchrevier.</strong></p>
<figure id="attachment_889" aria-describedby="caption-attachment-889" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-full wp-image-889" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln.jpg" alt="Ägypten - Reise zu den ägyptischen Tempeln de.depositphotos.com" width="700" height="700" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-300x300.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-150x150.jpg 150w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-889" class="wp-caption-text">Ägypten &#8211; Reise zu den ägyptischen Tempeln de.depositphotos.com</figcaption></figure>
<figure id="attachment_747" aria-describedby="caption-attachment-747" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-747" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Kamele.jpg" alt="Ägypten – Urlaub - Kamele" width="700" height="474" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Kamele.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Kamele-300x203.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Kamele-600x406.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-747" class="wp-caption-text">Ägypten – Urlaub &#8211; Kamele</figcaption></figure>
<h2>Ägypten &#8211; eines der Top Urlaubsländer</h2>
<figure id="attachment_806" aria-describedby="caption-attachment-806" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-806" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sonnenuntergang.jpg" alt="Sonnenuntergang" width="300" height="450" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sonnenuntergang.jpg 450w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sonnenuntergang-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-806" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Es gibt gleich eine ganze Hand voll Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass Ägypten in der Gunst der Reisenden wieder ziemlich nach oben geklettert ist. Einer der Gründe ist, dass Billigflüge und Last-Minute-Angebote es so gut wie für jeden möglich machen, dort einen Urlaub zu verbringen. Auch dass sich die politische Lage in Ägypten wieder deutlich beruhigt hat ist ein wertvolles und interessantes Plus, das dem Land wieder einen Imagegewinn beschert und gleichzeitig für einen zunehmenden Touristenansturm beiträgt. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis soll in Ägypten besonders attraktiv sein, wie Reiseveranstalter versprechen.</p>
<p>Denn Hotels sind in erster Linie im Vier-Sterne-Bereich angesiedelt und bieten deshalb enormen Komfort für den Urlauber oder Ägypteninteressierten. Wer kulturell begeistert ist, wird Ägypten lieben. Aber auch alle anderen lassen sich früher oder später von der Mystik des Landes überzeugen oder gar anstecken, wie die Reiseveranstalter wissen. Denn Sehenswürdigkeiten gibt es in dem Land mit den großen Pyramiden ohne Ende. Derzeit kostet eine Ägyptenreise für Einzelpersonen je nach Dauer zwischen 300 und 1200 Euro, wobei laut Reisebüros zwar der Trend zugunsten Ägypten tendiert, jedoch die Verweildauer in den Urlaubsgebieten dagegen deutlich abnimmt wie eine Studie ergeben hat.</p>
<p>Trotzdem: Die Besucherzahlen sprechen für Ägypten. Im vergangenen Jahr waren rund 10 Millionen Gäste aus aller Welt in dem mehr als heißen Land, davon war etwa jeder zehnte ein Deutscher. Letztere verreisen besonders im Herbst gerne, wenn das Wetter in der Bundesrepublik wieder schlechter wird. Für alle, die sich dem Ägypten-Trend anschließen wollen bleibt nur zu sagen: Gute Reise“.</p>
<figure id="attachment_796" aria-describedby="caption-attachment-796" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-796" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Hurghada.jpg" alt="Hurghada - ein Urlaubsparadies in Ägypten" width="700" height="334" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Hurghada.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Hurghada-300x143.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Urlaub-Hurghada-600x286.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-796" class="wp-caption-text">Hurghada &#8211; ein Urlaubsparadies in Ägypten</figcaption></figure>
<figure id="attachment_855" aria-describedby="caption-attachment-855" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-855" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-Mosche.jpg" alt="Al-Azahr Moschee in Kairo " width="700" height="525" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-Mosche.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-Mosche-300x225.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-Mosche-600x450.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-855" class="wp-caption-text">Al-Azahr Moschee in Kairo</figcaption></figure>
<h2>Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind die Kulturstädten der Ägypter:</h2>
<ul>
<li>Pyramiden und Spinx von Gizeh</li>
<li>Tal der Könige</li>
<li>Luxor Tempel</li>
<li>Theben</li>
<li>Katharinenkloster</li>
<li>Abu Simbel</li>
<li>Philae-Tempel</li>
<li>Al-Ashar-Mosche</li>
<li>Sultan Hassan Moschee</li>
<li>Zitadelle</li>
<li>Ägyptisches Nationalmuseum</li>
<li>Sakkara bei Kairo</li>
</ul>
<figure id="attachment_892" aria-describedby="caption-attachment-892" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-892" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-2.jpg" alt="Kulturstädten der Ägypter als Reiseziele" width="700" height="700" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-2.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-2-300x300.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-2-150x150.jpg 150w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Reise-zu-Tempeln-2-600x600.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-892" class="wp-caption-text">Kulturstädten der Ägypter als Reiseziele</figcaption></figure>
<h2>Das ägyptische Museum in Kairo</h2>
<p>Wer Ägypten besucht sollte Kairo nicht auslassen. Und wer die Hauptstadt besucht, der sollte auf jeden Fall auch einen Abstecher ins Museum machen. Nicht in irgendein beliebiges Museum, sondern in das bekannteste Haus der Altertümer überhaupt: das ägyptische Museum. Es ist das größte Museum der Welt, das sich mit der ägyptischen Vergangenheit befasst. Eröffnet wurde das Haus, das direkt am Nilufer liegt, bereits 1902.</p>
<p>Der Besucher braucht sich also nicht zu wundern, wenn sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Exponaten aus der <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten-geschichte/">Ägyptischen Geschichte</a> angesammelt haben. Stolze einhunderttausend Stück davon sind zu sehen – sie führen den Betrachter zurück in die letzten 5.000 Jahre ägyptischer Geschichte. Obwohl nicht alle Ausstellungsstücke für den durchschnittlichen Besucher bestimmt sind und damit nicht allesamt sichtbar sind, könnte man sich aufgrund der zahlreichen Infos und Ausstellungsstücke ganze Wochen oder Monate in dem Museum der Extraklasse aufhalten. Am meisten betrachtet wird aber – wie es in einem Bericht heißt – die Totenmaske von Tutanchamun, die in seinem Grab gefunden wurde. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um die einzige Grabbeigabe, die im Museum gezeigt wird, auch viele andere Schmuckstücke und sogar ganze altertümliche Fahrzeuge sind hier zu sehen.</p>
<p>Gerüchten zufolge finden sich im Keller des Museums noch unzählige weitere Stücke von unschätzbarem Wert. Sie sind für die Öffentlichkeit bislang aber nicht zugänglich. Auch einen genauen Überblick über die abgestellten Exponate scheint es nicht zu geben wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf. Kurzum: ein Besuch im Ägyptischen Museum lohnt sich also auf jeden Fall. Infos zu Öffnungszeiten und Preisen erfahren Sie auf der Homepage des Ägyptischen Museums, wo auch ein paar Exponate bereits abgebildet sind.</p>
<figure id="attachment_780" aria-describedby="caption-attachment-780" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-780" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Eingang-Aegyptisches-Museum-Kairo.jpg" alt="Eingang des ägyptisches Museums in Kairo" width="700" height="464" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Eingang-Aegyptisches-Museum-Kairo.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Eingang-Aegyptisches-Museum-Kairo-300x199.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Eingang-Aegyptisches-Museum-Kairo-600x398.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-780" class="wp-caption-text">Eingang des ägyptisches Museums in Kairo</figcaption></figure>
<h2>Die Pyramiden</h2>
<p>Was wäre das Land der Pyramiden ohne seine Pyramiden. Nichts. Nicht einmal seinem Namen, geschweige denn dem schon seit langem so weltbekannten Image würde Ägypten dann gerecht werden. Kein Wunder also, dass die Pyramiden Ägyptens ein besonderer Anziehungspunkt sind. Nicht nur zu den berühmtesten aller Pyramiden, sondern zum berühmtesten Bauwerk der Welt hat es die Cheops-Pyramide bereits geschafft. Gebaut wurde sie um knapp 3000 v. Chr. Das Besondere an der Cheops-Pyramide ist nicht nur, dass sie schon seit so vielen Jahrtausenden besteht, sondern auch dass sie ursprünglich 146 Meter hoch war und heute immerhin noch knapp 140 Meter misst.</p>
<p>Übrigens: die Grundfläche der Pyramide beträgt 230 mal 230 Meter. Ein kleiner „Fisch“ ist dagegen die Mykerinos-Pyramide, die gerade einmal 62 Meter hoch ist. Nachdem alle sieben Weltwunder, wie der schon genannte Leuchtturm von Pharos, inzwischen nicht mehr existieren, sind die Pyramiden von Ägypten die letzten Zeitzeugen ihrer Art und somit eine ganz besondere Sehenswürdigkeit, die jedes Jahr von Millionen von Touristen aus aller Welt besucht werden.</p>
<p>Nicht umsonst ist Ägypten das Wunschziel Nummer 1 der Urlauber. Früher dienten die überdimensionalen Bauwerke als Grabstätten von Pharaonen, kleinere Pyramiden könnten aber auch durch Rituale und aus anderen Gründen entstanden sein, so die Forschung. Denn vor allem die kleineren Pyramiden enthielten keine Mumien – hier blieb eine Suche von Experten erfolglos. Ende der 70er Jahre wurden die Cheops- und die Mykerinos-Pyramide sowie die Chephren-Pyramide von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet und stehen somit unter ganz besonderem Schutz, damit sie auch den nächsten Generationen noch möglichst lange erhalten bleiben.</p>
<figure id="attachment_784" aria-describedby="caption-attachment-784" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-784" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-Gizeh.jpg" alt="Ägyptische Pyramiden in Kairo" width="700" height="394" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-Gizeh.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-Gizeh-300x169.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-Gizeh-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-784" class="wp-caption-text">Ägyptische Pyramiden in Kairo</figcaption></figure>
<figure id="attachment_802" aria-describedby="caption-attachment-802" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-802" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sphinx.jpg" alt="Sphinx und Pyramiden Gizeh" width="700" height="465" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sphinx.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sphinx-300x199.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sphinx-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-802" class="wp-caption-text">Sphinx und Pyramiden Gizeh</figcaption></figure>
<h2>Die Pyramiden von Gizeh</h2>
<p>Wer A sagt, muss auch B sagen. Und wer Kairo sagt, der muss auch Gizeh sagen. Denn die ägyptische Stadt ist eng mit der Hauptstadt Kairo verbunden. Nicht einmal 20 Kilometer sind beide Orte auseinander. Gizeh ist die drittgrößte Stadt des Landes direkt nach Kairo und Alexandria – hier leben 2,5 Millionen Menschen in etwa (eine genaue Zahl ist aktuell nicht bekannt). Gizeh ist eine alte Stadt – trotzdem (oder aber genau deswegen) hat sie sich in den letzen Jahrhunderten immer wieder gewandelt – teils zum Positiven, teils sehr zum Nachteil. Unter anderem gibt es in Gizeh zahlreiche gut erhaltene Straßen und Gebäude – das hat man den britischen Eroberern und ihrer Herrschaft der Vergangenheit zu verdanken.</p>
<p>Noch immer – obwohl es schon tausende von Jahren her ist – ist Gizeh heute noch für seine ganz besonderen Sehenswürdigkeiten bekannt: die Pyramiden von Gizeh. Sie locken nach wie vor tausende von Besuchern täglich an und bescheren der Stadt große Tourismuseinnahmen. Die Pyramiden gehören zu den sieben Weltwundern und faszinieren noch heute zahlreiche Besucher aus Nah und Fern. Selbst Ägypter reisen immer wieder gerne dorthin um einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit zu machen. Zu den nachteiligen Punkten von Gizeh gehört dagegen, dass die Infrastruktur zwar gut, aber nicht gut genug ausgebaut ist. So besteht zum Beispiel kein Flughafen mit internationalen Verbindungen.</p>
<p>Wer also per Flugzeug kommt, der muss in Kairo am Flughafen landen und sich dann mit dem Taxi oder einem Mietwagen nach Gizeh durchkämpfen. Aber alleine die Pyramiden und die Lage von Gizeh ist diese Mühe wert.</p>
<p>Wo viele Touristen sind, gibt es auch viele Nepper, Schlepper, Bauernfänger. So auch an den Pyramiden. Beispielsweise werden Touristen aufgefordert, gegen ein kleines Trinkgeld die wertvollen Pyramidenstufen zu besteigen &#8211; eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder Tourist und Besucher sollte hier selbstverständlich entscheiden, dies nicht zu tun.</p>
<figure id="attachment_782" aria-describedby="caption-attachment-782" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-782 size-full" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo.jpg" alt="Ägyptische Pyramiden Kairo - Gizeh" width="700" height="442" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-300x189.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Pyramiden-Kairo-600x379.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-782" class="wp-caption-text">Ägyptische Pyramiden Kairo &#8211; Gizeh</figcaption></figure>
<h2>Der Leuchtturm von Pharos</h2>
<p>Die Pyramide von Gizeh, die Zeusstatue des Phidias, der Artemis Tempel, das Grabmal von Mausolos, der Koloss von Rhodos und die Hängenden Gärten. Sie alle gehören zu den Sieben Weltwundern. Und natürlich nicht zu vergessen: der Leuchtturm von Pharos kurz vor Alexandria. Er wurde gebaut um &#8211; wie für einen Leuchtturm üblich &#8211; Schiffen den Weg zu zeigen. Allerdings stach er zur damaligen Zeit besonders heraus, weil er nach den neuesten technischen Erkenntnissen entstand.</p>
<p>Gelegen war der Leuchtturm auf einem viereckigen Platon. Außerdem hatte er eine Höhe von rund 140 Metern. Bis zu 80 km konnte er so in Richtung Meer leuchten, eine für damalige Zeit besonders beachtliche Leistung.</p>
<h3>Wann wurde der Turm erbaut?</h3>
<p>Erbaut wurde der Turm im Jahr 332 v. Chr. er galt auch lange Zeit nach seiner Entstehung noch als Musterbeispiel und Vorbild für zahlreiche andere Bauwerke und war aufgrund seiner Größe so etwas besonderes dass er Bestandteil der sieben Weltwunder wurde. Allerdings war die Lebensdauer des Leuchtturms von Pharos nur von kurzer Dauer. Schuld daran war ein Erdbeben. Bereits im 14. Jahrhundert waren die Überreste dieses überdimensionalen Bauwerkes schon fast nicht mehr vorhanden.</p>
<p>Natürlich ist der Leuchtturm von Pharos im Vergleich zur heutigen Zeit im Grunde keine Besonderheit, wenn man Wolkenkratzer und Türme von heute betrachtet, die wesentlich höher gebaut sind. Zur damaligen Zeit galt der Leuchtturm allerdings als das höchste Gebäude auf der ganzen Welt. Somit ist er in der Liste der sieben Weltwunder durchaus zu Recht verzeichnet.<br />
Nähere Informationen über die sieben Weltwunder finden Sie im Internet.</p>
<p>Oftmals wird der Leuchtturm von Pharos auch als achtes Weltwunder bezeichnet. Dank seiner Architektur und imposanten Bauweise wird das jeder Besucher absolut nachvollziehen können.</p>
<h2>Alexandria</h2>
<p>Es ist – zumindest von der Größe her – die Nummer zwei der Städte in Ägypten: die Rede ist von Alexandria. Hier wohnen immerhin noch 3,5 Millionen Ägypter. Allerdings, so heißt es offiziell, ist die Stadt im Sommer so beliebt bei Touristen aber auch bei Einheimischen, die sich im Land der Ägypter einen Kurztrip gönnen, dass dort die Zahl der Einwohner zumindest für ein paar Monate bis auf das Doppelte ansteigt.</p>
<p>Um mehr Raum für die Urlauber zu machen und gleichzeitig auch ein wenig Abwechslung zu haben ziehen die eigentlichen Bürger von Alexandria dann oft für mehrere Wochen oder Monate aus der Stadt und leben für diesen Zeitraum am Strand nicht weit weg von der Stadt. So können sie sich durch das Vermieten von Quartieren auch nebenbei noch etwas hinzuverdienen.</p>
<p>Wenig los ist dagegen im restlichen Jahr. Vor allem wenn der sehr sehr kalte Winter kommt ist hier wenig geboten. Ansonsten sorgen hier der Basar und die zahlreichen Moscheen für einen sehr belebten Alltag. Die Zahl der Moscheen in Alexandria ist unendlich, sie sind nicht nur staatlich, sondern häufig auch im Besitz von Privatpersonen und meistens sehr individuell aber immer wieder interessant gestaltet. Bekannt ist Alexandria aber nicht nur durch ihre vielen Moscheen und weiteren Bauwerke.</p>
<p>Auch aus dem Geschichtsbuch dürfte sie dem ein oder anderen ein Begriff sein. Schließlich hat Alexander der Große die Stadt gegründet und ihr auch den Namen gegeben, zudem wurde die Stadt früher von Kleopatra regiert. Und wer sich mit dem T</p>
<p>hema „Filme“ beschäftigt, der müsste Alexandria eigentlich auch gut kennen. Dort finden jedes Jahr große Filmfestivals statt.</p>
<figure id="attachment_798" aria-describedby="caption-attachment-798" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-798" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Alexandria-700.jpg" alt="Alexandria in Ägypten - Bibliothek" width="700" height="424" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Alexandria-700.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Alexandria-700-300x182.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Alexandria-700-600x363.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-798" class="wp-caption-text">Alexandria in Ägypten &#8211; Bibliothek</figcaption></figure>
<h2>El Gouna</h2>
<p>Was haben El Gouna, ein touristisches Zentrum in Ägypten, und das Zentrum von London gemeinsam? Ganz einfach: beide sind in etwa von der Fläche her gleich groß. Bei El Gouna handelt es sich allerdings lediglich an eine Aneinanderreihung von Hotels, die sich nur ein paar Kilometer vom gigantischen Ferienort Hurghada weg befindet. El Gouna ist also ein rein durch den Tourismus entstandener Fleck Ägyptens, der erst vor wenigen Jahren geschaffen wurde. Hinter dem Hotelkomplex steckt ein Investor aus Ägypten.</p>
<p>Wie man sich denken kann ist dies nicht der einzige Besitz dieses mächtigen Mannes. Ihm gehört auch ein ägyptischer Telefonkonzern und vieles mehr. Aber zurück zu El Gouna: hier finden sich knapp 20 Hotels, die für jeden Geschmack das Richtige parat haben. Denn vom drei Sterne Hotel einerseits bis zum Luxusschloss mit fünf Sternen auf der anderen Seite ist für alle etwas dabei. Natürlich müssen die Urlauber auch auf sauberes Wasser und alle anderen Annehmlichkeiten nicht verzichten, dafür sorgt eine eigene Wasseraufbereitungsanlage nur für die Hotelgäste. Auch die restliche Infrastruktur (Telekommunikation und Straßen) ist gut ausgebaut, sogar ein eigenes kleines Krankenhaus gibt es – inklusive Zahnarzt und Apotheke.</p>
<p>Schließlich will man für eventuelle Tauchunfälle oder andere unangenehme Krankheiten sofort gerüstet sein. Außerdem wird er Service in El Gouna besonders groß geschrieben. Wer also dort urlauben möchte muss sich um seine Gesundheit und das Wohlbefinden mit hundert prozentiger Sicherheit keine Gedanken machen, sondern kann sich auf der ganzen Linie zurücklehnen und erholen wie sich das bei einem richtigen Urlaub auch gehört.</p>
<p>El Gouna ist der wohl modernste Ort in ganz Ägypten. An den wunderschönen Badebuchten tümmeln sich moderne Cafés, Restaurants und andere Geschäfte und buhlen um die Gunst der etwas reicheren Gäste.</p>
<figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-786" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-El-Gouna-Rotes-Meer.jpg" alt="El Gouna am Roten Meer" width="700" height="466" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-El-Gouna-Rotes-Meer.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-El-Gouna-Rotes-Meer-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-El-Gouna-Rotes-Meer-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">El Gouna am Roten Meer</figcaption></figure>
<h2>Luxor</h2>
<p>Luxor ist nicht nur die Stadt der Paläste, übersetzt heißt es auch dasselbe. Vor allem antike Schätze sind es, die das auch als früheres Theben bekannte Örtchen mit heute immerhin knapp 500.000 Einwohnern aufweisen kann. Deshalb unternehmen vor allem Geschichtsinteressierte, aber auch Studentengruppen oder Exkursionsbegeisterte dorthin viele Fahrten. Tempel und Grabstätten sind in diesem Bereich Ägyptens bei weitem keine Seltenheit. Am bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten ist allerdings das Tal der Könige.</p>
<p>Hierbei handelt es sich tatsächlich um ein Tal. Darin wurden früher die Pharaonen begraben. Howard Carter, ein bekannter Forscher, hatte das Tal in den 1920er Jahren diese Gräber entdeckt und mitsamt den Grabbeigaben ausgeräumt, sodass auch heute noch zahlreiche Schätze aus früheren Zeiten bekannt und vorhanden sind. Darunter wurde auch das weltbekannte Grab des Tutanchamun gefunden. Wer sich dafür interessiert, kann im Ägyptischen Museum mehr darüber erfahren.</p>
<p>Auch zahlreiche Tempel können Sie in Luxor bestaunen. Eine Auskunft darüber finden Sie in speziellen Reiseführern, die auch näher auf die einzelnen Bauwerke eingehen, was hier aus Platzmangel nicht möglich ist. Die Zahl der Tempel und Sehenswürdigkeiten in Luxor ist schlicht und einfach zu groß. Luxor liegt übrigens etwa in der Mitte Ägyptens, also südlich von Gizeh. Auch hier ist die Landwirtschaft wiederum stark vertreten mit dem Anbau von Zuckerrohr und anderen Produkten.</p>
<p>Den Tourismus darf man natürlich auch hier nicht vergessen, wobei zwischen Forschern und historisch Interessierten und Urlaubern, die lediglich die Landschaft und den besonderen Flair von Luxor genießen, unterschieden werden muss. Besonders empfehlenswert aus Sicht von Reiseexperten sind <a href="https://www.erdkunde-online.de/der-nil-der-fluss-als-lebensader-und-reiseziel/">Kreuzfahrten auf dem Ni</a>l, die zum verweilen in der Stadt für ein paar Tage einladen, aber auch andere Orte Ägyptens näher beleuchten. Für Besucher stehen eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zur Verfügung.</p>
<figure id="attachment_788" aria-describedby="caption-attachment-788" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-788" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Luxor-Abu-Simbel-Tempel.jpg" alt="Tempel von Abu Simbel Luxor" width="700" height="524" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Luxor-Abu-Simbel-Tempel.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Luxor-Abu-Simbel-Tempel-300x225.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Luxor-Abu-Simbel-Tempel-600x449.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-788" class="wp-caption-text">Tempel von Abu Simbel Luxor</figcaption></figure>
<h2>Memphis</h2>
<p>Generell gilt Ägypten als ein sehr geheimnisvolles Land, besonders geheimnisvoll ist allerdings die ehemalige Stadt Memphis. Sie ist in etwa knapp 30 km von der Hauptstadt Ägyptens, Kairo, entfernt. Liegt also im Bereich Al Badrashien. Memphis ist griechisch, und bedeutet übersetzt etwa soviel wie „Bibel“. Gegründet wurde die Stadt wahrscheinlich im Jahr 3000 v. Chr. vom König Menes. Während der Zeit des Alten Reiches galt Memphis als zentrale Stadt in Ägypten, zugleich war es die älteste Hauptstadt.</p>
<p>Allerdings wurde im Laufe der Jahre die Bedeutung des ehemaligen ägyptischen Zentrums immer geringer und Memphis war nur noch die Nummer zwei des Landes. Damit aber noch nicht genug das „auf und ab“ ging immer weiter denn im neuen Reich nahm die Bedeutung der Stadt Memphis in Ägypten wieder zu. Schließlich war auch der Sitz des Königs hier und so entwickelte sich Memphis wieder zum Zentrum wie in alten Zeiten. Im Jahr 525 v. Chr. wurde Memphis dann jedoch erobert und zum Sitz von persischen Provinzverwaltern.</p>
<p>Auch wirtschaftlich und kulturell entwickelte sich Memphis immer mehr zum Positiven bis ihr allerdings die Stadt Alexandria den Rang abgelaufen hatte. Erstaunlicherweise hat sich die Lage der Stadt im Laufe der Jahrhunderte deutlich verlagert. Möglicherweise liegt das an dem geänderten Flussbett des Nils.</p>
<p>So war die Stadt, wie Ausgrabungen beweisen, anfangs deutlich weiter nördlich gelegen als ein paar hundert Jahre später. Im 19. und im 20. Jahrhundert wurden Ruinen der mittlerweile nicht mehr existenten Stadt entdeckt und ausgegraben, seitdem beschäftigen sich Forscher mit den Geheimnissen von Memphis – viele davon sind noch nicht einmal gelüftet, so glaubt man.</p>
<figure id="attachment_790" aria-describedby="caption-attachment-790" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-790" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-memphis-parao.jpg" alt="Ramses II. in Memphis Ägypten" width="700" height="465" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-memphis-parao.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-memphis-parao-300x199.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-memphis-parao-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-790" class="wp-caption-text">Ramses II. in Memphis Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Safaga</h2>
<p>Hört man Safaga, so klingt das aufs erste Mal hinhören wie eine Art Gewürz. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Hafenstadt direkt am Roten Meer. Und zwar nicht einfach um irgendeine – es ist die älteste Hafenstadt überhaupt. Sie entstand geschichtlichen Hintergründen zufolge bereits im Jahr 2400 Vor Christus. Im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten konnte man sich in der Vergangenheit vor allem durch die zentrale Lage. Ganz klar, dass der Hafen den Handel und damit auch die Wirtschaft ankurbelte.</p>
<p>Er wurde aber auch für Expeditionen genutzt. Schließlich musste vor Christi Geburt erst einmal ermittelt werden, was denn im Roten Meer alles an Tieren und Pflanzen vorhanden war bzw. wie die geographische Lage des Roten Meeres aussieht. Heute wird der Hafen natürlich in erster Linie für wirtschaftliche Zwecke genutzt. Das ist gleichzeitig auch die Haupteinnahmequelle dieser Region. Denn im Gegensatz zu den meisten Gebieten Ägyptens funktioniert der Tourismus hier nicht besonders gut.</p>
<p>Das könnte vor allem daran liegen, dass es in Safaga keine wichtigen oder herausragenden Bauwerke, Sehenswürdigkeiten oder andere Besonderheiten gibt, die man sich ansehen könnte oder wegen denen es sich lohnen würde eine Reise dorthin zu machen. Immerhin befinden sich auf der Halbinsel Soma Bay, einem Teil Safagas, ein paar wenige Luxushotels mit Yachten und allem drum und dran. Auch hier ist Selbstversorgung in Sachen Wasser und Strom angesagt, genau wie bei El Gouna.</p>
<p>Weil es auch hier keine besonderen Sehenswürdigkeiten gibt, ist die Halbinsel vor allem für Badeurlauber oder Sportler interessant – in erster Line aber für diejenigen, die gerne einmal etwas tiefer in die Tasche greifen. Schließlich sind die Luxushotels nicht für jedermann erschwinglich.</p>
<h2>Das Mittelmeer</h2>
<p>Sie wollen wunderschöne Sanddünen sehen? Dann sind sie am Mittelmeer genau richtig. Denn sie sind dort in ausreichender Stückzahl vorhanden und entzücken die Touristen immer wieder ebenso wie die Kreidefelsen. Insgesamt 500 Kilometer lang ist die Mittelmeerküste die von der Grenze des Gazastreifens bis nach Libyen reicht. Das Gebiet rund um das Mittelmeer ist, was nicht verwundern muss, ein besonders fruchtbares Gebiet auf dem es richtig grünt und blüht. Schon seit dem alten Rom wird diese Region deshalb für die Landwirtschaft genutzt.</p>
<p>Inzwischen, das hat der Touristenansturm nötig gemacht, hat sich die Region um das Mittelmeer allerdings etwas verändert. Dort wo früher ausschließlich von den Ernte- und Landwirtschaftserträgen die Einnahmen herkamen ist heute der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Im Schnitt – das hat eine Studie ergeben – entscheidet sich jeder dritte Tourist für eine Reise ans azurblaue Mittelmeer und die hervorragenden weißen Strände, die zum Verweilen und Spazierengehen, aber auch zum in der Sonne liegen einladen.</p>
<p>Auch Kleopatra höchst persönlich hat in dieser Region schon ein Bad genommen, nämlich im Bereich „Mersa Matrouh“. Aber nicht nur die Urlauber amüsieren sich in Orten wie Alexandria oder Mersa Matrouh – auch die Ägypter selbst nutzen diese Gegenden, um sich die Ferien zu versüßen und es sich gut gehen zu lassen. Ist schließlich nicht nur billiger, sondern auch schöner als anderswo. Nicht nur aufgrund der Landschaft, sondern auch wegen des an der Mittelmeerküste vorherrschenden Klimas. Dort scheint schließlich das ganze Jahr die Sonne, Niederschläge sind hier ein Fremdwort – und das ist gut so.</p>
<h2>Das rote Meer</h2>
<p>Wer Mee(h)r will, der muss nach Ägypten. Denn dort mangelt es mit Sicherheit nicht an Wasser. Neben dem Mittelmeer können Sie auch im Roten Meer zur Genüge planschen. Das Rote Meer zwängt sich als Meerenge zwischen den Nordosten von Afrika und die Arabische Halbinsel. Weil es an der tiefsten Stelle bis zu 2600 Meter nach unten geht, ist das rote Meer vor allem bei Tauchern sehr angesagt. Deshalb finden sich hier auch zahlreiche Tauchschulen und die Taucher geben sich quasi die Schnorchel gegenseitig in die Hand, so beliebt ist die Region.</p>
<p>Vor allem das Wetter und die Temperaturen sind hier ein riesiger Pluspunkt. Sie ändern sich kaum – es ist nahezu das ganze Jahr gleich angenehm, was dem Tourismus am Roten Meer sichtlich gut tut und ihn Jahr für Jahr mehr anzukurbeln scheint. Durch die Meerenge „Bab al-Mandab“, was auf Deutsch soviel bedeutet wie „Tränentor“, ist das Rote Meer mit einem weiteren Meer verbunden, nämlich mit dem Indischen Ozean. Und durch den Suezkanal besteht zudem eine Verbindung zum Mittelmeer.</p>
<p>Das Wasser des roten Meeres ist sehr klar – das ist ein weiterer Grund für die große Beliebtheit bei den Tauchern und Badegästen. Grund für das saubere Wasser ist nicht etwa, weil es auf irgendeine Weise gereinigt wird. Vielmehr ist im roten Meer wenig Plankton vorhanden, da das Salzgehalt des Wassers sehr hoch und die Nährstoffe im Wasser sehr niedrig sind. Dadurch können sich Verschmutzungen quasi selbst reinigen und es bleibt alles sauber. Und das auf ganz natürliche Art und Weise.</p>
<figure id="attachment_899" aria-describedby="caption-attachment-899" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-899" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-Lagune-Insel-Mahmya.jpg" alt="Urlaubsparadies Rotes Meerde.depositphotos.com" width="700" height="467" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-Lagune-Insel-Mahmya.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-Lagune-Insel-Mahmya-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-Lagune-Insel-Mahmya-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-899" class="wp-caption-text">Urlaubsparadies Rotes Meer &#8211; Urlaubsparadies Insel Mahmya Ägypten de.depositphotos.com</figcaption></figure>
<figure id="attachment_791" aria-describedby="caption-attachment-791" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-791" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer.jpg" alt="Das rote Meer in Ägypten" width="700" height="491" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-300x210.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Rotes-Meer-600x421.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-791" class="wp-caption-text">Das rote Meer in Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Sinai  Halbinsel</h2>
<p>Bibelfesten Menschen ist die Halbinsel Sinai ein Begriff. Sie liegt nicht weit vom ägyptischen Festland und zwar östlich davon, getrennt wird sie vom Festland bloß durch den Suezkanal. Auf Sinai befindet sich Dahab. Dabei handelt es sich um ein früheres Beduinendorf, das mittlerweile zu einem richtigen Urlaubsort mutiert ist. Grund dafür ist die faszinierende Landschaft, die man dort findet. Hier gibt es zahlreiche Strände mit Palmen und strahlend weißem Sand.</p>
<p>Außerdem wird das Auge mit einem herrlichen Blick auf das Gebirge der Insel verwöhnt. In Dahab können Touristen nicht nur fabelhaft tauchen und schwimmen, auch Surfer können hier das ganze Jahr über auf ihre Kosten kommen. Die Landschaft der Insel ist aber generell sehr einladend, weil sehr vielseitig. Einerseits gibt es Sandwüsten mit Dornenbüschen und nur einzelnen Pflanzen, andererseits herrliche und belebte Strände. Wer sich den Süden der Insel vornimmt, der sollte auf jeden Fall einen Besuch in Sharm El Sheikh mit einplanen. Auch hier ist Baden angesagt, außerdem können Sie die Unterwasserwelt näher erkunden. Das war aber noch lange nicht alles.</p>
<p>Wer Fische lieber aus sicherer Entfernung sehen und beobachten möchte, der sollte im Raubfisch-Observatorium vorbeischauen. Ebenso lohnt sich ein Ausflug in den einmaligen Nationalpark Ras Mohammed, der sich mit der Meerespflanzen- und Tierwelt näher beschäftigt. Die Halbinsel Sinai, die zu Ägypten gehört, ist also eines der schönsten Urlaubsziele überhaupt. Vor allem für denjenigen, der gerne in der Natur ist und sich nebenbei auch noch für die Flora und Fauna, die auf der Insel besonders vielseitig und stark vertreten ist, interessiert.</p>
<figure id="attachment_792" aria-describedby="caption-attachment-792" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-792" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sinai-Rotes-Meer.jpg" alt="Rotes Meer mit Sinai Halbinsel" width="700" height="422" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sinai-Rotes-Meer.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sinai-Rotes-Meer-300x181.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Sinai-Rotes-Meer-600x362.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-792" class="wp-caption-text">Rotes Meer mit Sinai Halbinsel</figcaption></figure>
<h2>Oasen</h2>
<p>Wer an die Wüste denkt, der denkt nicht nur an Sonne, Hitze und jede Menge Sand, sondern auch an die Rast- und Ruhestätten, die Schatten und Wasser spenden: die Oasen. Natürlich sind diese besonders angenehmen Plätze auch reichlich in Ägypten vorhanden. Hier kann man sich nicht nur erholen und ausruhen, es sind in der heutigen Welt mittlerweile richtige Ruhepunkte geworden, die es einem ermöglichen sich vom Alltag einmal etwas auszuklinken.</p>
<p>Zu den beliebtesten Oasen gehört die Oase Bahariya. Sie ist einem kleinen Tal zu finden und ist etwa zweitausend Quadratmeter groß. Hier sind die Felder besonders fruchtbar und werden von den dort lebenden Ägyptern bestellt. Inmitten von Sanddünen und Wüstenlandschaft befindet sich die Fruchtbarkeit und Leben spendende „Insel“ auf der nicht nur die Botanik intakt ist. Neben Reis, Datteln, Mais, Oliven und zahlreichen anderen Pflanzen und Früchten gibt es hier auch viele Tiere – in erster Linie natürlich Vögel. Auch mehrere Dörfer haben sich in der Nähe angesiedelt. Nur ein Dorf ist dagegen an der Oase Farafra entstanden.</p>
<p>Hier steht Religion und Einsamkeit sowie Tradition noch ganz oben auf der Prioritätenliste, weshalb Urlauber oder Outsider hier nicht besonders willkommen sind. Ein Aberglaube besagt, dass blau bemalte Hütten die Bewohner vor bösen Blicken schützen – deshalb sind viele der kleinen Häuser auch bemalt worden. Wer es besonders auf Datteln und Oliven abgesehen hat, der sollte sich einen Besuch in der Oase Siwa nicht entgehen lassen.</p>
<p>Sie liegt mehr als 600 Kilometer weiter westlich als Kairo, fast direkt an der libyschen Grenze. Datteln und Oliven wachsen hier wie anderswo Pilze, die ja sprichwörtlich regelrecht aus dem Boden schießen. Umzingelt ist die Oase von Bergen, so ist zudem auch noch ein Schutz vor den Wüstenstürmen gewährleistet.</p>
<figure id="attachment_794" aria-describedby="caption-attachment-794" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-794" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Oase.jpg" alt="Oase in Ägypten" width="700" height="487" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Oase.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Oase-300x209.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Oase-600x417.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-794" class="wp-caption-text">Oase in Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Reisetipps</h2>
<p>Wer in Ägypten nur zu Gast ist findet sich zwar nach einer gewissen Zeit selbst zu Recht, anfangs ist das Leben oder auch der Urlaub dort aber oft mit Schwierigkeiten verbunden. Das fängt bereits beim ganz normalen Alltag an. Umso wichtiger ist es über die öffentlichen Einrichtungen Bescheid zu wissen – nur für den Fall der Fälle. Wer überfallen wurde oder ein anderes Problem hat und sich deshalb an die Polizei wenden muss, der sollte sich am besten an die Touristenpolizei wenden.</p>
<h3>Polizei</h3>
<p>Das sind ganz besondere Polizisten, die spezielle für Urlaubsprobleme von Touristen ausgebildet wurden. Unter anderem helfen sie Touristen auch bei Problemen am Flughafen mit der Ein- und Ausreise. Eine allgemein gültige Telefonnummer für die Touristenpolizei in Ägypten gibt es nicht, die Nummer ist je nach Region unterschiedlich. Apropos Telefon: Telefon- oder Postämter gibt es in Ägypten eine ganze Menge. Die Hauptämter haben sogar rund um die Uhr geöffnet – sogar an Sonn- und Feiertagen. Ansonsten leiten Hotels jederzeit Ihre Post weiter oder bieten ein Telefon für wichtige Gespräche an. Besonders wichtig ist es übrigens – nur zur Sicherheit – die Nummer des örtlichen Krankenhauses zu wissen.</p>
<h3>Krankenhäuser</h3>
<p>In Ägypten gibt es zwei Arten von Krankenhäusern: private und auch öffentliche Krankenhäuser. Zwar können die ägyptischen Krankenhäuser nicht mit den deutschen Kliniken mithalten, generell erfolgt die Behandlung dort aber auf moderne, professionelle Art und Weise. Es muss aber nicht immer gleich das Krankenhaus sein. Wer sich nur nicht so gut fühlt nach dem Flug oder ansonsten irgendwie erkrankt, der kann sich aus der Apotheke problemlos ein Medikament besorgen. Geöffnet haben die Apotheken den ganzen Tag von 9 Uhr früh bis nahezu um Mitternacht. Auch einen Nachtdienst gibt es.</p>
<h2>Wie Ägypten und Co. die Deutschen sehen</h2>
<p>Ägypten ist zwar eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen und ein Großteil von uns bewundert das Land der Pyramiden und die Menschen die in Ägypten wohnen auch sehr, das beruht jedoch nicht auf Gegenseitigkeit. Zu diesem Ergebnis ist eine vor kurzem veröffentlichte Studie gekommen. Dieser Studie zufolge ist das Image von Deutschland rund um die ganze Welt zwar generell besser als geglaubt, jedoch haben die Deutschen mit ihrem Ruf gerade in den Ländern Ägypten und Türkei besonders schlecht abgeschnitten.</p>
<p>Insgesamt wurden für die Studie der BBC 17.000 Menschen befragt, nur rund 20 Prozent davon hat ein schlechtes Bild von Deutschland, der Rest ist mit der Bundesrepublik, dem Handeln der Deutschen und ihrem Verhalten offenbar zufrieden. Vor allem von den Franzosen und Italienern wurde unser Land und unser Ruf als sehr positiv bewertet. Auch mehr als die Hälfte aller Russen und Briten sind mit den Deutschen laut BBC zufrieden. Nur Ägypten hat, wie gesagt, eine denkbar schlechte Meinung von Deutschland.</p>
<p>Hier haben sich mehr als 40 Prozent der Menschen negativ geäußert. Woher dieses schlechte Bild der Ägypter über uns Deutsche herrührt ist nicht eindeutig zu sagen. Es wäre aber denkbar, so eine Medienanstalt, dass betrunkene Touristen oder solche mit schlechten Manieren ihren Teil dazu beigetragen haben. Genau kann dies im Nachhinein aber nicht mehr festgestellt werden. Der typische, klischeehafte Deutsche hat dagegen von Ägypten eine ganz andere Meinung: es ist für viele die Zuflucht aus dem Alltag, das Land der Abenteuer und des Mysteriums.</p>
<h2>Fotografieren in Ägypten</h2>
<p>Wer in Ägypten Urlaub macht, der will sich nicht nur erholen, sondern auch den Daheimgebliebenen einen Eindruck von seinem Hotel, seinen Erlebnissen und den Abenteuern geben. Deshalb muss der Fotoapparat auf jeden Fall mit. Zu beachten gibt es dabei allerdings auch so einiges.</p>
<figure id="attachment_835" aria-describedby="caption-attachment-835" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-835" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamel-Touristisch.jpg" alt="Das Fotomotiv sorgfältig auswählen" width="700" height="466" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamel-Touristisch.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamel-Touristisch-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamel-Touristisch-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-835" class="wp-caption-text">Das Fotomotiv sorgfältig auswählen</figcaption></figure>
<ul>
<li>Erster Tipp: Fotoapparat niemals unbeaufsichtigt lassen. Es kann schnell passieren, dass er Ihnen dann geklaut wird, wenn Sie beispielsweise in einem Straßencafé nicht gut genug darauf aufpassen, am besten immer in der Hosentasche aufbewahren, die kleinen Digitalkameras von heute erlauben das ohne weiteres.</li>
<li>Zweitens: natürlich werden Sie Ihren Fotoapparat nicht überall mit hinnehmen bzw. darf man das auch gar nicht.</li>
<li>Deshalb die Bitte: nicht im heißen Auto, sondern lieber im Hotel liegen lassen. Hintergrund ist, dass es in Ägypten im Schatten bis zu 40 Grad und mehr hat und im heißen Auto die Temperaturen noch weiter steigen und den Apparat oder auch den eingelegten Film (falls es sich noch nicht um einen Digitalapparat handelt) schädigen oder gar zerstören könnten. Somit wären die Urlaubsbilder erst einmal weg.</li>
<li>Auch am Strand sollte der Fotoapparat lieber bedeckt bleiben, damit die Sonne ihm nichts anhaben kann.</li>
<li>Noch ein Tipp in Sachen Strand: es gibt spezielle Schutzhüllen für Kameras und Fotoapparate, die sie vor Feuchtigkeit und Wasser schützen.</li>
<li>Ein weiterer Tipp zum Thema Fotografieren in Ägypten: nicht überall – wie bereits erwähnt – dürfen Sie den Fotoapparat auspacken und die gewünschten Objekte auf einem Bild festhalten.</li>
<li>Nicht nur unerwünscht, sondern auch untersagt sind Fotografien von Flughäfen, Häfen, militärischen Anlagen und Grabanlagen. Hier müssen Sie im Falle eines Falles sogar mit Geldbußen rechnen, die nicht unerheblich sind.</li>
<li>Ohne Probleme ist dagegen das Fotografieren von Landschaften und von anderen kulturellen Objekten. In den Museen müssen Sie Filmgebühren bezahlen.</li>
</ul>
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		<title>Das Alte Ägypten &#8211; ägyptische Geschichte</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/aegypten-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2021 15:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ägypten &#8211; die älteste noch bestehende Zivilisation auf unserer Erde Vor schon rund 4500 Jahren verbrachten die Ägypter kulturelle und bauliche Höchstleistungen. Die berühmtesten Pyramiden der Welt, die Gizeh Pyramiden, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ägypten &#8211; die älteste noch bestehende Zivilisation auf unserer Erde</h2>
<p>Vor schon rund 4500 Jahren verbrachten die Ägypter kulturelle und bauliche Höchstleistungen. Die berühmtesten Pyramiden der Welt, die Gizeh Pyramiden, enstanden in dieser Zeit des alten Ägyptischen Reiches.</p>
<h2>Gottheiten im alten Ägypten</h2>
<figure id="attachment_849" aria-describedby="caption-attachment-849" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-849" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-Pharaonen.jpg" alt="Gottheiten und Pharaonen im alten Ägypten" width="700" height="350" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-Pharaonen.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-Pharaonen-300x150.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-Pharaonen-600x300.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-849" class="wp-caption-text">Gottheiten und Pharaonen im alten Ägypten</figcaption></figure>
<p>Götter gab es im alten Ägypten gleich eine ganze Menge. Sie bedeuteten den Menschen damals alles. So wundert es niemanden, dass jeder Ort für die verschiedenen Gottheiten Tempel baute und dass riesige Götterstatuen gebaut wurden, die heute von den <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten-urlaub-und-sehenswuerdigkeiten/">Ägypten Urlaubern</a> bewundert werden können. Betreten durften diese heiligen Orte nur Hohepriester und die Pharaonen. Im Gegensatz zum christlichen Gott, von dem man sich laut der zehn Gebote kein Bild machen darf, machten sich die Menschen im alten Ägypten sehr wohl ein Bild von ihren Göttern und stellten diese auch häufig in Form von Malereien oder Kunstwerken dar. Teils wurden sie mit Tierköpfen oder –körpern, teils auf menschliche Art gezeichnet oder dargestellt. Demnach waren Tiere auch heilig, noch heute werden zahlreiche Massengräber von damals mit Mumien von Katzen und anderen Tieren immer wieder entdeckt.</p>
<p>Somit können die Thesen der Forscher bestätigt und bestärkt werden. Zu den wichtigsten Gottheiten des alten Ägyptens zählen: Bes (der Gott in Gestalt eines Koboldes), Atum (der Mann mit ägyptischer Doppelkrone), Anubis (der als Schakal dargestellt wird), Imhotep (häufig in alten Schriften mit einer Papyrusrolle zu sehen), Isis (die Frau mit dem Thron und dem Horn auf dem Kopf), Osiris (der Gott der Toten, der mit verschiedenen Kopfbedeckungen gezeigt wird) und Re, was soviel heißt wie „Der Hörende. Er wurde nicht nur als Sonnengott verehrt, sondern häufig auch mit einer Sonnen“scheibe“ dargestellt und mit einem Falken oder Falkenkopf abgebildet. Re ist der höchste Gott des alten Ägyptens. Zur Zeit der Pyramiden hatte er „Hochkonjunktur“, da ihm am meisten geopfert wurde.</p>
<figure id="attachment_821" aria-describedby="caption-attachment-821" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-821" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten.jpg" alt="Gottheiten im alten Ägypten" width="700" height="463" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-300x198.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Gottheiten-600x397.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-821" class="wp-caption-text">Gottheiten im alten Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Pharaonen</h2>
<p>Übersetzt man den Begriff „Pharao“, so stößt man zunächst auf eine etwas seltsame Bedeutung: „großes Haus“. Das ist der ursprüngliche Begriff, im Laufe der Zeit hat sich das Wort „Pharao“ aber etwas im Sinn verändert und bedeutete gegen 1400 vor Christus schließlich das, was wir heute unter „Pharao“ verstehen, nämlich „Herrscher“ oder „König“. Der erste Pharao, der Ägypten regierte, war der „Skorpion“, wie es einer Überlieferung zufolge heißt. Er beschränkte sein Tätigkeitsfeld vor allem auf Ober- und Unterägypten, wo er auch gelebt haben soll.</p>
<p>Die übrigen Gebiete Ägyptens, die zum Teil noch sehr unerschlossen waren fielen teilweise nicht unter seine Herrschaft. Weitere bekannte Pharaonen waren: Chasechemui, der sehr fortschrittlich war und zu seiner Regierungszeit bereits erste Handelsbeziehungen pflegte bzw. durchführen ließ, Snofru, der zahlreiche Pyramiden, darunter auch eine Knickpyramide, bauen ließ, Amenemhet, der zahlreiche Feldzüge gegen die Asiaten und Nubier durchführte, Thutmosis, der das ägyptische Reich immer weiter ausbreiten wollte und Ramses, der auch „Der Große“ genannt wurde. Von ihm sind die meisten Bauwerke und Denkmäler entstanden und es sind auch heute noch viele Spuren oder Reste davon erhalten.</p>
<p>Deshalb ist Ramses auch den meisten Menschen heute noch ein Begriff, wenn sie vom alten Ägypten und seinen Pharaonen sprechen. Ganz besonders an Ramses war auch sein Alter – der Pharao soll bis zu 90 Jahre alt geworden sein. Wer aber war der letzte Pharao? Diese Frage ist folgendermaßen zu beantworten: es war eine Frau, nämlich Kleopatra VII., die bis zum Jahr 30 vor Christus regierte. Danach wurde Ägypten zu einer römischen Provinz und zukünftig somit von einem Präfekten beherrscht.</p>
<figure id="attachment_810" aria-describedby="caption-attachment-810" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-810" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Tempel-Pharao.jpg" alt="Pharao Tempel in Ägypten " width="700" height="465" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Tempel-Pharao.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Tempel-Pharao-300x199.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Tempel-Pharao-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-810" class="wp-caption-text">Pharao Tempel in Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Wichtige Erfindungen aus dem alten Ägypten</h2>
<figure id="attachment_813" aria-describedby="caption-attachment-813" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-813" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus.jpg" alt="Papyrus und Hieroglyphen" width="300" height="521" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus.jpg 450w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus-173x300.jpg 173w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-813" class="wp-caption-text">Ägypten: Papyrus und Hieroglyphen</figcaption></figure>
<p><a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten/">Ägypten</a> ist nicht nur bekannt für seine Pyramiden, Pharaonen und als eines der beliebtesten Urlaubsländer. Hier wurden auch zahlreiche Dinge erfunden, ohne die wir heute gar nicht mehr auskommen könnten. Das Besondere daran ist, dass diese Entwicklung bestimmter Gegenstände oder die Entdeckung von gewissen Phänomenen bereits weit vor Christi Geburt stattfanden. Beispiele gibt es mehr als genug.</p>
<p>So wurde in etwa im Jahr 5.000 vor der Zeitrechnung der Mühlstein entwickelt, außerdem hatte man damals schon eine Art Webstuhl mit dem bereits Fasern verarbeitet wurden. Nur wenig später entstand auch die Stecknadel, sodass fertige Stoffe zusammengenäht werden konnten. Und damit die alten Ägypter wussten wie spät es ist, erfanden sie um das Jahr 4.000 vor der Zeitrechnung die Sonnenuhr, die auch in Mesopotamien um diese Zeit bekannt wurde.</p>
<p>Eine wichtige Erfindung für die heutige Papierindustrie darf natürlich auch nicht fehlen. Das erste Papier stammt schließlich aus Ägypten, es handelt sich dabei um den allseits aus der Antike bekannten Papyrus. Und weil auf diese Papyrusrollen vor allem vertrauliche Dinge, zum Beispiel Briefe, geschrieben wurden, durfte auch das Versiegelungsobjekt nicht fehlen. Deshalb erfand sich mehr oder weniger selbst wenige Zeit später das Siegel.</p>
<p>Nötig für das Schreiben auf dem Papyrus war selbstverständlich die Tinte, sie wurde wohl im Jahr 3200 vor der Zeitrechnung als Schreibmöglichkeit entdeckt. Aber auch mathematisch waren die alten Ägypter schon sehr fit. So waren sie zum Beispiel Vorreiter – zusammen mit Mesopotamien – was Maße, Gewichte und die Waage selbst angeht. Auch was ein Winkel ist und wie man ihn misst wussten die alten Ägypter schon sehr genau. Wir haben den alten Ägyptern also viele Dinge zu verdanken, die für uns heute selbstverständlich sind, in Wahrheit aber schon abertausende von Jahren alt sind. Hätten Sies gewusst?</p>
<figure id="attachment_812" aria-describedby="caption-attachment-812" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-812" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Hieroglyphen.jpg" alt="Ägyptische Hieroglyphen" width="700" height="463" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Hieroglyphen.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Hieroglyphen-300x198.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Hieroglyphen-600x397.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-812" class="wp-caption-text">Ägyptische Hieroglyphen</figcaption></figure>
<h2>Der ägyptische Papyrus und seine Entwicklung</h2>
<figure id="attachment_847" aria-describedby="caption-attachment-847" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-847" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus-Malerei.jpg" alt="Ägyptische Papyrosmalerei de.depositphotos.com" width="450" height="529" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus-Malerei.jpg 450w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Papyrus-Malerei-255x300.jpg 255w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-847" class="wp-caption-text">Ägyptische Papyrosmalerei de.depositphotos.com</figcaption></figure>
<p>Wie schon gehört ist der Papyrus eine Erfindung aus dem alten Ägypten. Und zwar eine ganz besondere. Denn dieser Vorläufer des heutigen Papiers ist schon um 3000 vor Christus entstanden. Gemacht wurde der Stoff – das verrät bereits der Name – aus einer Pflanze mit dem Namen Cyperus Papyrus. Die Papyrus-Pflanze war zweimal so hoch wie ein Mensch und hatte einen Durchmesser von etwa vier bis sechs Zentimetern. Verwendet werden konnte sie nicht nur zum Herstellen von Schreibmaterial, auch Liegen, Matten und Co. konnten daraus gebastelt und hergestellt werden.</p>
<p>Nun aber wieder zurück zu den damaligen Schreibwaren der alten Ägypter. Wie sie das Papier exakt herstellten, ist nicht mehr bekannt, jedoch gibt es genügend alte Tafeln oder Wandmalereien, die auf die Herstellung hindeuten. Was noch bekannt ist, das sind die Zutaten: nötig war das Mark von frischen Papyrusstängeln, das gepresst und verklebt wurde, sodass sich nach einem Trocknungsvorgang tatsächlich ein Blatt bildete. Meist wurden die Blätter in Rollenform hergestellt, sodass man Platz sparen konnte, so die Idee. Heute kann man den Papyrus wie er damals hergestellt wurde allerdings nicht mehr „nachbasteln“.</p>
<p>Warum dieses Experiment im Labor gescheitert ist, ist selbst den Forschern ein Rätsel. Es könnte zum einen an der nicht vorhandenen Sonneneinstrahlung Ägyptens liegen oder aber an einem „Geheimrezept“, das damals beigemischt wurde und heute nicht mehr nachvollzogen werden kann. Was jedoch fest steht: bis zum 7. Jahrhundert nach Christus wurde in Ägypten noch auf Papyrus geschrieben, diese Art von Schreibmittel war nicht nur äußerst kostbar, sondern auch noch sehr beliebt.</p>
<h2>Essen im alten Ägypten</h2>
<p>„Brotzeit ist die schönste Zeit“ – so lautet ein bayerisches Sprichwort. Es könnte theoretisch aber auch aus Ägypten kommen. Zumindest wenn es um das Essen der Reichen geht, das immer reichlich vorhanden war weshalb Mahlzeiten auch lange dauerten im alten Ägypten. Anders bei den Bauern und Arbeitern: außer Wasser und Brot hatten sie meist nichts zu knabbern. Wasser trinken – das kam für die Obersten nicht in Frage. Hier durfte es Milch von Kühen oder Schafen und Ziegen sein, das wichtigste Getränk war jedoch alkoholhaltig und hieß Bier. Schon damals wurde es in großen Mengen gebraut, wie Funde von riesengroßen Behältnissen beweisen.</p>
<p>Darin wurden Reste von Weizen, Wacholder und anderen Stoffen gefunden, die eindeutig zu Bier zusammengemischt worden waren und einen Alkoholgehalt von sechs bis zehn Prozent aufwiesen. Bier war damals aber nicht nur sehr stark, sondern auch sehr süß, weil sehr viel Zucker in Form von süßen Fruchtsäften beigemengt wurde. Ebenfalls süß war der Wein, der häufig ebenfalls nur von den Reichen getrunken wurde. Es gab Rot-, Weiß- und Schwarzwein. Im Gegensatz zum Bier wurde der Wein jedoch nicht selbst gemacht, sondern häufig aus Vorderasien eingeführt.</p>
<h3>Welche Gerichte gab es im alten Ägypten noch?</h3>
<p>Weiter zu den Speisen: hier ist als erstes natürlich das Brot zu nennen, das vom kleinen Mann auf dem Feld bis hin zu den Königen von jedem gegessen wurde – natürlich mit Qualitätsunterschieden, das kann man sich denken. Im alten Ägypten wurde das Brot nicht vom Bäcker, sondern von der Hausfrau gebacken. Sie fertigte einen Teig aus Hefe, Wasser, Milch und Eiern und würzte ihn. Anschließend wurde er in einem Ofen gebacken. Fleisch und Fisch waren ebenfalls sehr angesagt: gegessen wurde von der Ente über die Kuh bis hin zu Ziegen und Schweinen so gut wie alles. Dabei grillte man das Fleisch an den Feuerstellen und trocknete es, damit es länger haltbar war. Auch Gemüse und Obst stand regelmäßig auf der Speisekarte der alten Ägypter. Guten Appetit.</p>
<h2>Die alten Ägypter und ihre Zahnpflege</h2>
<p>Wer glaubt, dass Zähneputzen erst vor ein paar hundert Jahren erfunden wurde und früher weder notwendig, noch gebräuchlich war, der hat sich gewaltig geirrt. Denn schon im alten Ägypten wurde Wert gelegt auf ein sauberes Lächeln und einen gepflegten Umgang mit den Zähnen. Für die damalige Zeit war die Zahnpflege schon sehr weit fortgeschritten, das haben Funde von Wandmalereien und Dokumenten ergeben. Letztere berichten von einer Tochter des Pharaos, die wegen der Schönheit und der Härte ihrer Zähne besondere Bewunderung fand. Das ist ebenso faszinierend wie erstaunlich.</p>
<p>Überraschend ist auch, dass es im alten Ägypten nicht nur erste Ärzte, sondern auch richtige Zahnärzte gab. Sie hatten sich bereits lediglich auf die Mundmedizin beschränkt. In Hieroglyphen wurden die Zahnärzte durch einen Elefantenstoßzahn symbolisiert, der zusammen mit einem Auge abgebildet wurde. Zahnpasta gab es zwar zur damaligen Zeit noch nicht, was jedoch verwendet wurde ist als Vorläufer davon zu sehen. Es handelt sich um das Zahnpulver, das der Reinigung diente. Bestandteile waren Malachit, Ocker und Terebinthenharz. Selbst eine Mundspülung war schon vorhanden. Mit Natron spülte man sich am Morgen den Mund aus im alten Ägypten.</p>
<p>So gehörte die Zahnfäule nicht zu den Problemen der alten Ägypter. Allerdings hatten sie ein anderes Problem: die Abnutzung der Zähne. Letztere waren schließlich im Laufe der Jahre nicht mehr zu gebrauchen und mussten dann gerissen werden. Gebiss gab es damals jedoch noch keines. Die Abnutzung der Zähne ging im alten Ägypten sehr schnell, denn mit den Nahrungsmitteln wurden auch viele Staubteilchen aufgenommen, die die Zähne abrieben und für Probleme sowie Entzündungen sorgten und im Zahnfleisch Schwierigkeiten machten.</p>
<h2>Der typische Arbeitsalltag im alten Ägypten</h2>
<p>Aufstehen weil der Wecker klingelt, schnell noch ins Bad, frühstücken und ab zur Arbeit. So sieht unser Arbeitstag oder zumindest der Anfang des Arbeitstages bei uns in der heutigen Zeit aus. Auch wenn es schon sehr sehr lange her ist unterscheidet sich dieser Arbeitstag aber gar nicht einmal so überaus mit dem Leben eine typischen Bürgers im alten Ägypten.</p>
<p>Hier startete der Tag ebenfalls mit einer reinlichen Morgentoilette. Sogar eine Toilettenspülung gab es damals bereits, wenn sie auch etwas anders funktionierte als heute. Auch Badezusätze, Duftstoffe und Parfums gab es bereits. Sie waren schon im alten Ägypten besonders angesagt. Nach dem Badaufenthalt kam das Frühstück, das in der Regel mit der ganzen Family abgehandelt wurde.</p>
<p>Danach ging es ab in die Arbeit. Hier stand etwa eine 10-Tage-Woche auf dem Programm, anschließend war dann ein Tag Freizeit erlaubt. So überaus stressig und hart hatten es die ägyptischen Arbeiter also nicht wie häufig im Fernsehen oder im Kino bei Pyramidenszenen aus dem alten Ägypten zu sehen ist. Es habe sogar eine Mittagspause gegeben wollen Forscher herausgefunden haben. Die Pyramidenbauten wurden, wie es heißt, vorwiegend von Bauern durchgeführt.</p>
<p>Sie waren tatsächlich derartig anstrengend, dass die Arbeiter oft Knochenbrüche oder ähnliche Probleme erlitten. Deshalb wurden auch in der Nähe der Arbeitsstätten von Forschern zahlreiche Skelette von Arbeitern gefunden, die sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt gearbeitet hatten. Wie die Entlohnung der damaligen Arbeiter aussah ist nicht genau bekannt. Ob tatsächlich auch Sklaven an den Pyramidenbau herangeführt wurden oder ob die Entlohnung für jedermann ausbezahlt wurde, darüber sind sich Wissenschaftler nicht eindeutig sicher geworden, da es keine wirklichen Indizien gibt.</p>
<figure id="attachment_817" aria-describedby="caption-attachment-817" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-817" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kunst-Arbeiter.jpg" alt="Ägyptische Kunst - Männer bei der Arbeit" width="700" height="466" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kunst-Arbeiter.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kunst-Arbeiter-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kunst-Arbeiter-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-817" class="wp-caption-text">Ägyptische Kunst &#8211; Männer bei der Arbeit</figcaption></figure>
<h2>Kleidung im alten Ägypten</h2>
<p>Kleider machen Leute. Schon damals im alten Ägypten gab es dieses Sprichwort. Unter anderem waren die Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Leinen, die häufigste Farbe war weiß. Es gab aber auch bunte Kleidungsstücke, die vor allem die Mächtigen trugen. Sie besaßen auch perlenbestickte Gewänder oder solche, die Aufstickungen wie Götterbilder enthielten. Neben weiß war besonders die Farbe „Ocker“ in, sie konnte aus natürlichen Farbstoffen sehr einfach hergestellt werden. Ebenso wie blau oder rot.</p>
<p>Anders als bei den Reichen sah es da schon bei den Bauern aus. Bei den Arbeiten waren sie zumeist nur mit einem Lendenschurz bekleidet, ansonsten hatten sie (es war ja auch heiß genug) meist wenig an. Tierische Felle wurden vor allem bei den Priestern, die den Göttern immerhin ein Stück näher waren als alle anderen, verwendet. Unter anderem gab es nicht selten Priester im alten Ägypten, die sich mit einem Leopardenfell sehen ließen. Auch Schuhe gab es bei den Ägyptern bereits. So wurden beispielsweise bei den Pharaonen, die auch Kleidung als Grabbeigaben mitgenommen hatten, viele Paar Schuhe wie Sandalen, Pantoffeln oder festes Schuhwerk gefunden.</p>
<p>Damals hergestellt aus Palmwedeln und anderen pflanzlichen Materialien. Gold wäre hier zu schwer gewesen. Bauern und ärmere Ägypten waren dagegen das ganze Jahr barfuss unterwegs. Ebenso die Tänzerinnen oder Sklavinnen. Letztere hatten meistens nicht einmal das Recht auf Kleidung. Sie waren die meiste Zeit nackt. Mit der Nacktheit ging man im alten Ägypten relativ gelassen um. Im neuen Reich zeigten sich auch wohlhabendere Frauen immer weniger bedeckt. Zwar hatten sie teure Kleider in den verschiedensten Farben und Schnitten, allerdings waren die Kleider dann oft durchsichtig und zeigten etwas mehr Haut.</p>
<figure id="attachment_823" aria-describedby="caption-attachment-823" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-823" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karnak-Tempel-Kleidung.jpg" alt="Karnak Tempel Luxor zeigt die Kleidung der alten Pharao Ägypter" width="700" height="466" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karnak-Tempel-Kleidung.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karnak-Tempel-Kleidung-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karnak-Tempel-Kleidung-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-823" class="wp-caption-text">Karnak Tempel Luxor zeigt die Kleidung der alten Pharao Ägypter</figcaption></figure>
<h2>Schmuck der alten Ägypter</h2>
<p>Wer im alten Ägypten in der Gesellschaft etwas darstellen wollte und Ansehen genießen wollte, der musste sich auch entsprechend „verkaufen“. Abgesehen von eleganter Kleidung waren auch die richtigen Schmuckstücke sehr gefragt. Angefangen bei den Ohren. Tatsächlich gab es im alten Ägypten bereits Ohrringe. Natürlich nicht immer aus Gold, vor allem sozial Schwächere hatten ihn aus anderen Materialien. Die Schmuckstücke für die Ohren hatten meist die Form von Pilzen und wurden einfach ins Ohr hineingesteckt.</p>
<p>Damit der Verschluss auch hielt und die Ohrringe nicht heraus rutschen konnten, gab es ein ebenfalls pilzförmiges Gegenstück mit dem der Ohrring fixiert werden konnte. Auch Ketten waren schwer angesagt. Meist enthielten sie entweder wertvolle Steine oder aber Symbole, die Eingravierungen beinhalteten oder die Form von Götterdarstellungen hatten. Wer etwas auf sich hielt, der schmückte im alten Ägypten auch seine Finger. Mit einem wertvollen Ring.</p>
<p>Noch heute sind zahlreiche dieser Schmuckstücke erhalten, sie wurden unter anderem auch als Grabbeigaben verwendet. Einer der bekanntesten Ringe, die aus dem alten Ägypten noch existieren, ist ein Ring mit einem Skarabäusmotiv aus Gold. Er stammt nach Angaben von Experten wohl aus der 19. Dynastie. Bereits in der 17. Dynastie waren Armreife angesagt. Im ägyptischen Museum in Kairo können Sie noch heute verschiedene Oberarmreife und Unterarmreife einer Königin bewundern.</p>
<p>Auch diese Schmuckstücke waren vorwiegend aus Gold. Gold war deswegen so ein besonderes Material, weil es sehr selten war und da man glaubte, dass die Haut der Götter aus Gold sei. Aber auch andere Materialien wurden im Laufe der Zeit immer mehr genutzt, darunter auch Glas, weil es um einiges leichter war als Gold.</p>
<figure id="attachment_819" aria-describedby="caption-attachment-819" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-819" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Schmuck.jpg" alt="Ägyptischer Schmuck" width="700" height="485" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Schmuck.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Schmuck-300x208.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Schmuck-600x416.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-819" class="wp-caption-text">Ägyptischer Schmuck</figcaption></figure>
<h2>Feste</h2>
<p>Um die Götter zu besänftigen und sich bei ihnen einzuschmeicheln, wie man heute sagen würde, wurden neben dem Bau von zahlreichen Tempeln für die Gottheiten auch Feste durchgeführt. Dazu zählte beispielsweise das Opet-Fest. Es war die längste aller Feierlichkeiten schlechthin und dauerte fast einen Monat lang. Inhalt war es, die Gottheiten Amun und Mut zu Ehren. Auch die Geburtstage der Götter wurden in ausführlichem Maße gefeiert.</p>
<p>Was zunächst etwas merkwürdig klingt ist tatsächlich im alten Ägypten so zelebriert worden. Zu Ende des letzen Erntemonats, also die letzen fünf Tage des Jahres, fand dieses Fest, bei dem sich alles um die „Epagomenen“ drehte, statt. Epagomenen sind auf gut deutsch gesagt die „Drangehängten“, also die sprichwörtlich gesehenen letzen Tagen des Jahres.</p>
<h2>Freizeit und Spiele</h2>
<h3>Spiele der altägyptischen Kinder</h3>
<p>Auch im alten Ägypten mussten die Kinder irgendwie die Zeit totschlagen. Das geschah, wie heute auch noch, durch verschiedene Spiele. Diese dürften dem ein oder anderen von uns auch aus der eigenen Kindheit noch bekannt sein. Denn es handelt sich um Spiele, die schon tausende von Jahren alt sind, aber immer noch Bestand haben. Damals, im alten Ägypten, war bei den Kindern Fangen, Verstecken, Bockspringen und Tauziehen angesagt. Woher wir das heute noch wissen?</p>
<p>Forscher haben Schriften und Zeichnungen mit diesen Informationen in Gräbern und anderen verborgenen Orten entdeckt. Auch das Ballspiel wurde im alten Ägypten bereits gerne gemacht. Überraschenderweise sind auf den alten Zeichnungen und Hieroglyphen keine Jungen beim Kicken oder Prellen der Bälle zu sehen, sondern ausschließlich Frauen oder Mädchen. Sie traten die Bälle entweder mit den Füßen oder warfen sie wie ein Jongleur nach oben um sie dann wieder aufzufangen. Auch eine Art Kegelsport schien es bereits gegeben zu haben. Hier wurden die Bälle als Kugel verwendet, um mehrere Steine oder Figuren umzuwerfen.</p>
<p>Gefertigt waren die Bälle meist aus Fällen oder Tierhäuten in Kombination mit Stroh und anderen Materialien. Außer dem Ballspiel und den Spielen draußen gab es aber auch Spielzeug für drinnen. So besaßen besonders glückliche Kinder auch Holzspielzeug. Darunter verstand man kleine Pferde oder andere Tiere (manchmal waren sie auch den Göttergestalten nachempfunden), die aus einem Holzklotz geschnitzt worden waren und zum Teil sogar Rollen besaßen, damit sie die Kinder hinter sich herziehen konnten. Nicht nur reiche Kinder hatten solche Freizeitbeschäftigungen, auch arme ägyptische Kinder. Denn auch Bauern und Arbeiter stellten diese Produkte für die Kleinen her.</p>
<h3>Spiele der Erwachsenen im alten Ägypten</h3>
<p>Verspielt waren im alten Ägypten nicht nur die Kinder: auch Erwachsene griffen regelmäßig zu Spielgeräten. So hatten auch sie in ihrer Freizeit Brettspiele, die sie selbst entwickelt hatten. Dazu zählte zum Beispiel Senet. Dabei handelt es sich um ein Spiel mit 30 Feldern und kleinen Figuren. Das Spielbrett wurde entweder in den Boden geritzt oder war bestand aus einem festen Holz, das bemalt war. Auch ein Würfel war laut der alten Aufzeichnungen vorhanden.</p>
<p>Wie das Spiel jedoch genau funktionierte haben Forscher bislang noch nicht herausfinden können. Dazu sind die Überlieferungen zu ungenau. Jedoch geht man davon aus, dass zwei oder mehr Spieler an einer Spielpartie teilgenommen haben und dass es sich um ein Strategiespiel handelte. Auch das Brettspiel mit den Hunden und Schakalen schien sehr beliebt zu sein. Von den gerade genannten Tieren waren die Köpfe als Spielfiguren vorhanden. Sie mussten auf dreißig Feldern ebenfalls strategisch hin und her bewegt werden. Hier war das Spielfeld nicht mehr nur aus Holz, es wurden auch einige Varianten mit Elfenbein gefunden.</p>
<p>Auch das Schlangenspiel schien häufig zum Einsatz zu kommen im alten Ägypten, verlor offenbar im Laufe der Jahre und Jahrzehnte aber seine Beliebtheit, da es mittlerweile kaum mehr ein Begriff ist. Hier war das Brett oft aus Stein und in Form einer zusammengerollten Schlange – heute würde man sagen „schneckenförmig“ – gefertigt. Ziel des Spiel war es von außen bis ins Innere, zum Kopf der Schlange, zu gelangen. Spielsteine waren Löwen, die diverse Hürden überwinden mussten und sich – wie im echten Leben – diversen Gefahren stellen mussten. Viele weitere Brettspiele aus dem alten Ägypten können heute noch in Museen auf der ganzen Welt bewundert werden. Die Ägypter waren nicht nur sehr verspielt, sondern durchaus auch überaus erfinderisch was die Freizeitgestaltung anging.</p>
<h2>Festlichkeiten innerhalb des Jahres</h2>
<p>Häufig gab es auch unter dem Jahr viele Umzüge für die Götter. Neben zahlreichen Musikgruppen, die schon im alten Ägypten vorhanden waren, sorgten Tänzer und Opfergaben für ein Bemühen um die Gunst der Götter. Auch Götterstatuen wurden häufig in Prozessionen herumgetragen. Allerdings wurden sie verdeckt und durften nur vom Pharao oder den Priestern gesehen werden. Ansonsten war das Erblicken einer Gottheit eine Sünde und bedeutete höchstes Unglück. Würde man heute Menschen mit Zwiebelkränzen um den Hals sehen, die über die Felder ziehen, so würde man glauben, dass es sich um Vampirjäger handelt. Dem war zur damaligen Zeit im alten Ägypten selbstverständlich nicht so. Hier wurde mit Zwiebelkränzen und einem Stein, der durch die Gegend gezogen worden war, der Gott „Sokaris“ geehrt, der – wie die alten Ägypter glaubten – übrigens einen Falkenkopf besaß.</p>
<h2>Exodus</h2>
<p>Das alte Ägypten spielt nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch in der Bibel eine sehr wichtige Rolle. Im alten Testament ist zum Beispiel der Exodus, also der Auszug aus Ägypten, festgehalten worden. Es handelt sich dabei um die damalige Auswanderung der Israeliten, die als Sklaven der Ägypter gehalten wurden und unter Moses die Flucht ergriffen. Was bei vielen Forschern auf Kritik stößt ist in der Bibel, im zweiten Buch Moses, folgendermaßen geschildert worden:</p>
<p><em><strong><span style="text-decoration: underline;">Die verschiedenen Kapitel</span></strong></em></p>
<p>In den ersten vier Kapiteln wird das Leben der Israeliten beschrieben, die als Sklaven für die Ägypter arbeiten und keinerlei Rechte besitzen. Währendessen wird der kleine Moses in einem Korb im Nil gefunden – und zwar von einer Tochter des Pharao. Moses wächst wie ein Ägypter heran, bleibt in seinem Herzen aber ein Hebräer. Als er erfährt, wer er wirklich ist, sucht Moses das Weite. Dabei begegnet im Jahwe in Form eines brennenden Dornbusches. Weil er die Kunde Gottes den Ägyptern verkünden und die Israeliten befreien möchte, kehrt Moses zurück nach Ägypten.</p>
<p>Ab Kapitel 5 bettelt Moses zusammen mit seinem älteren Bruder Aaron den Pharao, die Israeliten ziehen zu lassen. Als dieser das ablehnt, kommen die Berühmten neun Plagen über das ägyptische Land: unter anderem gibt es Hagelstürme, die die Ernte verwüsten, Mücken stechen alle Lebewesen und das Nilwasser wird rot wie Blut. Bei der anschließenden, zehnten Plage, die darin besteht, dass alle Erstgeborenen der Ägypter sterben, gibt der Pharao klein bei und lässt die Israeliten schließlich ziehen.</p>
<p>Kapitel 13 bis 15 von Exodus beschreibt die Flucht der Israeliten und den Auszug aus Ägypten. Dabei nehmen die Ägypter die Verfolgung auf, kommen aber im Roten Meer um. Nur Moses und seine Begleiter können ohne Probleme das andere Ufer erreichen, weil Gott das Meer für sie teilt. Wie gesagt ist die historische Exaktheit dieses Buches nicht besonderes zutreffend. Archäologische Funde die eine Ausreise der Israeliten aus Ägypten bestätigen könnten liegen kaum vor.</p>
<h2>Nachwuchs im alten Ägypten</h2>
<p>Der Nachwuchs stand im alten Ägypten ganz oben auf der Wunschliste eines jeden Mannes gleich nach dem eigenen Zuhause. Umso wichtiger war die Frage: ist meine Frau nun endlich schwanger oder nicht. Wie konnte man das allerdings zur damaligen Zeit feststellen? Einfach in die Apotheke gehen und einen Schwangerschaftstest kaufen war nicht. Stattdessen gab es andere Möglichkeiten, wie sich die Ägypterfrauen zu helfen wussten: unter anderem wurde der Puls gemessen und die Haut auf mögliche Verfärbungen untersucht. Außerdem beobachteten die alten Ägypter die Beschaffenheit der Brüste ihrer Frauen.</p>
<p>Ein sehr fraglicher Test war laut Überlieferung dagegen der erste Urintest in der Geschichte. Hierbei mussten schwangere Frauen auf Gerstenkörner, die in einem Topf gepflanzt wurden, pinkeln. Kam es zur Keimung, so war die Frau eindeutig schwanger, so der Glaube. Leider funktionierte diese Methode nur in etwa der Hälfte aller Fälle. War es dann endlich so weit und die Ägypterfrau wurde zur Mutter, so musste das Baby natürlich auch gestillt werden. In den meisten Fällen übernahm das die Mutter selbst, nur in reicheren und gehobeneren Kreisen war eine Amme für das Kind zuständig, auch für das Stillen.</p>
<p>Diese Ammen hatten entweder selbst Kinder und säugten somit zwei kleine Mündchen oder aber hatten ein bereits verstorbenes Baby. Eine Amme hatte – entgegen aller Vermutungen – bei den reichen Familien meist einen Stein im Brett und war deshalb auch sehr angesehen und stand unter dem Schutz der Familie. Ein Kind wurde zur damaligen Zeit übrigens nicht nur im Baby-, sondern auch im Kleinkindalter oft nach gestillt. Bis zu drei Jahren wurde gestillt, so die Richtlinie im alten Ägypten.</p>
<h2>Der Film „Der Prinz von Ägypten“</h2>
<p>Bei „Der Prinz von Ägypten“ handelt es sich zwar um einen sehr bekannten Film, allerdings nicht, wie man zunächst vermuten könnte, um eine Dokumentation über das alte Ägypten. Vielmehr ist es ein Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1998, der sich aber immerhin an historischen Ereignissen orientiert. Der Prinz von Ägypten ist natürlich der kleine Moses, der die Hauptrolle in dem Streifen spielt. Er übersteht, wie bereits in der Bibel genannt, den Kindsmord an den israelitischen Erstgeborenen, der von Pharao Sethos angeordnet wurde, indem ihn seine Mutter in einen Korb setzt und durch den Nil treiben lässt. Schließlich findet ihn die Frau des Pharaos und nimmt sich seiner an, sie zieht ihn groß als wäre das Kind ihr eigener Sohn. Niemand weiß somit, dass Moses eigentlich nicht zur Familie gehört und dass Ramses, der leibliche Sohn des Pharaos, gar nicht sein wirklicher Bruder ist.</p>
<p>Eines Tages erfährt Moses allerdings die Wahrheit – nämlich, dass er eigentlich Jude ist. Wie im Buch Exodus in der Bibel beschrieben, flieht Moses in die Wüste, wo er bei einem Priester Unterschlupf findet und dessen Tochter heiratet. Nach vielen Jahren erscheint Moses jedoch Gott in Form eines brennenden Dornbusches und befiehlt, die Sklaven (also die Israeliten) aus Ägypten zu befreien. Damit dies auch verwirklicht werden kann, lässt Moses – wie Gott es ihm befohlen – 10 Plagen auf die Ägypter los, sodass Ramses, der inzwischen Pharao ist, die Israeliten ziehen lässt. Dennoch verfolgen die Ägypter Moses und die übrigen Israeliten.</p>
<p>Durch das Rote Meer, das Moses dank Gottes Kraft teilen kann, kommen die Verfolger jedoch nicht und versinken in den Fluten. Der Film, der in den USA entstanden ist und 99 Minuten dauert ist ein gelungener Streifen, der auch schon für den Oscar nominiert wurde (in den Kategorien „Bester Filmsong“ und „Beste Musik“). Auch die Stimmen kommen von Prominenten. So haben unter anderem Jeff Goldblum, Sandra Bullock oder Michelle Pfeiffer im Original den Figuren ihre Stimmen geliehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ägypten</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/aegypten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2021 15:09:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Länder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ägypten &#8211; Das Land der Pharaonen Ägyten ist ein Geschenk des Nils, so sagt man. Gelegen ist das Land im Nordosten von Afrika, im Osten bilden das Rote Meer, der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten/">Ägypten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.erdkunde-online.de">Erdkunde-Online</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ägypten &#8211; Das Land der Pharaonen</h2>
<figure id="attachment_878" aria-describedby="caption-attachment-878" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-878" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Illustrationkarte.jpg" alt="Ägypten Illustrationskarte de.depositphotos.com" width="450" height="447" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Illustrationkarte.jpg 450w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Illustrationkarte-300x298.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Illustrationkarte-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption id="caption-attachment-878" class="wp-caption-text">Ägypten Illustrationskarte de.depositphotos.com</figcaption></figure>
<blockquote><p>Ägyten ist ein Geschenk des Nils, so sagt man.</p></blockquote>
<p><strong>Gelegen ist das Land im Nordosten von Afrika, im Osten bilden das Rote Meer, der Gaza-Streifen und Israel die Grenze des Landes, im Norden das Mittelmeer, im Süden der Sudan und im Westen befindet sich der Nachbar Libyen. Die Fläche des Landes beträgt mehr als eine Million Quadratkilometer, damit ist es fast dreimal so groß wie die Bundesrepublik.</strong></p>
<p>Wichtigster Bestandteil Ägyptens ist natürlich <a href="https://www.erdkunde-online.de/der-nil-der-fluss-als-lebensader-und-reiseziel/">der Nil</a>, der sich wie eine große Ader durch Ägypten zieht und durch seine Fruchtbarkeit Leben spendet. In Unterägypten teilt sich der Fluss in zwei Bereiche zwischen Damiette und Rosette, sodass in der Mitte eine Deltalandschaft mit vielen kleinen Kanälen, aber auch mit Schlamm entsteht. Im Süden, also in Oberägypten, sind etliche fruchtbare Oasen zu finden. Der Blick in den Westen fällt auf die libysche Wüste mit dem Libyschen Plateau, etwas weiter im Südwesten gibt es eine Höhensteigerung von bis zu eintausend Metern.</p>
<h2>Steckbrief: Ägypten in Fakten</h2>
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate">
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Gehört zu</td>
<td>Afrika</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptstadt</td>
<td>Kairo</td>
</tr>
<tr>
<td>Sprache</td>
<td>Arabisch</td>
</tr>
<tr>
<td>Religion</td>
<td>Islam</td>
</tr>
<tr>
<td>Fläche</td>
<td>997.739 km²</td>
</tr>
<tr>
<td>Einwohnerzahl</td>
<td>98.423.595 (2018)</td>
</tr>
<tr>
<td>Insel</td>
<td>Halbinsel Sansibar</td>
</tr>
<tr>
<td>Höchster Berg</td>
<td>Jabal Katrina 2637 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Längster Fluss</td>
<td>Nil (Teil 6690 km)</td>
</tr>
<tr>
<td>Staatsform:</td>
<td>Präsidialrepublik</td>
</tr>
<tr>
<td>Zeitzone:</td>
<td>UTC +2</td>
</tr>
<tr>
<td>Kfz-Kennzeichen:</td>
<td>ET</td>
</tr>
<tr>
<td>Internet-TLD: .</td>
<td>eg</td>
</tr>
<tr>
<td>Telefonvorwahl:</td>
<td>+20</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<figure id="attachment_901" aria-describedby="caption-attachment-901" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-901 size-medium" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Flagge-300x225.jpg" alt="Ägyptische Flagge" width="300" height="225" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Flagge-300x225.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Flagge-600x450.jpg 600w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Flagge.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-901" class="wp-caption-text">Ägyptische Flagge</figcaption></figure>
<h2>Die Karte von Ägypten</h2>
<figure id="attachment_839" aria-describedby="caption-attachment-839" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-839 size-full" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karte.jpg" alt="Ägypten Karte depositphotos.com" width="700" height="554" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karte.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karte-300x237.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Karte-600x475.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-839" class="wp-caption-text">Ägypten Karte</figcaption></figure>
<h2>Hauptstadt Kairo</h2>
<p>Ägyptens Hauptstadt Kairo ist zugleich die größte Stadt im Land der Pyramiden. Hier leben und arbeiten mehr als 9 Millionen Menschen, so viele wie in keiner anderen Stadt auf dem afrikanischen Kontinent. Eine genaue Zahl der Menschen, die in Kairo leben, ist allerdings nicht bekannt, bei dem Wert „9 Millionen“ handelt es sich nur um Richtwerte, die exakt gar nicht nachgeprüft werden können.</p>
<p>Was allerdings nachgeprüft werden kann, weil es eindeutig heraus sticht: Industrie und Handel sind in Kairo ganz besonders stark vertreten hier zu finden sind die Zement-, Schuh-, Textil- und Druckindustrie sowie die Metallproduktion und Möbelherstellung. Auch Tabakwaren werden in Kairo in großem Maße gefertigt. Ebenfalls viel Geld kommt durch den Tourismus und die Institutionen in die Säckel der Stadt, die auf den Fremdenverkehr angewiesen ist.</p>
<p>Dennoch gibt es in Kairo ein großes und immer gravierender werdendes Arm-Reich-Gefälle. Soll heißen: die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer und problematischer. Ein Grund dafür ist die hohe Arbeitslosigkeit – etwa ein Drittel der Menschen, die in Kairo zu Hause sind, lebt unter der Armutsgrenze, Tendenz steigend. Auch Krankheiten wie die Cholera sind in vielen Stadtteilen Kairos weit verbreitet, da es hier in Sachen Hygiene an allen Ecken und Enden fehlt. Das ist aber nur die eine Seite Kairos.</p>
<p>Die andere Seite ist prunkvoll, kulturell ansprechend und für Touristen höchst amüsant. Hier reihen sich Denkmäler, Museen, Theater und anderen Highlights aneinander. Außerdem gibt es in der Altstadt viele alte, heute höchst selten gewordene Bauwerke aus dem Islam zu bewundern. Touristen und Besucher sind hier jederzeit willkommen und wie ein hohes Gut mit großer Sorgfalt behandelt.</p>
<figure id="attachment_844" aria-describedby="caption-attachment-844" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-844" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo.jpg" alt="Kairo die Hauptstadt von Ägypten" width="700" height="463" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-300x198.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kairo-600x397.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-844" class="wp-caption-text">Kairo die Hauptstadt von Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Ägypten &#8211; das Land der Gegensätze, auch geografisch</h2>
<p>Dass Ägypten also ein Land der Gegensätze ist beweist auch der Blick in die östlich des Nils zu sehende Arabische Wüste. Hier finden sich Gebirgszüge von fast zweitausend Metern Höhe und alles andere als fruchtbarem Ackerboden. Stattdessen ist es steinig und furchig. Dementsprechend ungleichmäßig verteilt ist natürlich auch die Bevölkerung des Landes. Während in den eben genannten unfruchtbaren Gebieten relativ wenige Menschen leben können, weil Arbeit und Essen fehlen, ist die Bevölkerungsdichte in den ertragreichen Gegenden klarer Weise umso größer. Hier ist laut Statistik von einer Summe von 1000 Einwohnern pro Quadratkilometer die Rede, das heißt es kann schon einmal etwas enger werden. Insgesamt leben im Land der Pharaonen rund 78 Millionen Menschen.</p>
<h2>Klima</h2>
<p>Jedes kleine Kind weiß bereits, dass es in Ägypten extrem heiß ist. Jemanden zu finden, der mehr über das Klima des Landes weiß wird jedoch schwierig, da sich im Einzelnen nur wenige Personen damit befassen. Deshalb bekommen Sie an dieser Stelle einen kleinen Einblick in die nicht ausschließlich extrem heißen, sondern auch etwas kühleren Gegenden von Ägypten. Generell gibt es in Ägypten sehr wenige Niederschläge, es treten je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche bis starke Schwankungen, was die Temperatur angeht, auf.</p>
<blockquote><p>Ägypten ist dem heißen Wüstenklima ausgesetzt, das nur im Norden vom Mittelmeer abgemildert wird. Im Sommer weht ein beständiger Wüstenwind aus der Sahara, der Chamsin.</p></blockquote>
<p>Die Höchstwerte klettern im Juli auf bis zu 42 Grad, allerdings trägt die geringe Luftfeuchtigkeit von nur 30 Prozent dazu bei, dass die Hitze besser erträglich wird. Wenn bei uns Winter ist, also im Januar beispielsweise, können sich die Ägypter tagsüber auf Werte zwischen 20 und 30 Grad freuen. Allerdings sinken die Temperaturen auch nachts deutlich. Besonders kalt ist es in Ägypten übrigens im Sinai-Gebirge. Hier sind in kalten Winternächten sogar Temperaturen um den Gefrierpunkt möglich, im Sommer gibt es aufgrund der Höhe bis zu 30 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 30 oder 40 Prozent.</p>
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate">
<table>
<tbody>
<tr>
<td></td>
<td>Klima-Werte für Kairo 25 m über NN</td>
</tr>
<tr>
<td>Temperaturen Januar</td>
<td>13 °C</td>
</tr>
<tr>
<td>Temperaturen Juli</td>
<td>28 °C</td>
</tr>
<tr>
<td>Jährlicher Niederschlag</td>
<td>28 mm</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h3>Klima in den Küstengegenden Ägyptens</h3>
<p>Milde Winter mit Werten nicht unter 20 Grad findet man dagegen an den Küstenstreifen am Roten Meer. Die Sommer sind hier sehr heiß bei 38 bis 40 Grad. Niederschläge kommen nur 3 Tage im Jahr maximal vor. Weiter mit dem oberen Niltal, das sowohl von Wüsten als auch von Oasen geprägt ist. Heißt im Klartext: Werte von 5 Grad in der Nacht wechseln sich mit Temperaturen um bis zu 22 Grad am Tag im Winter und über 50 Grad am Tag bei Hitzewellen ab. Ähnliche Temperaturen gibt es auch an der Mittelmeerküste und dem unteren Niltal. Was an der Mittelmeerküste jedoch auffällt: hier sind die Niederschläge weitaus häufiger. Bis zu 30 Regentage pro Jahr sind keine Seltenheit.</p>
<p>Viele Busse, Shoppingcenter, Restaurants etc. sind jedoch so herunter gekühlt, dass man sich hier kurz ausruhen und aklimatisieren kann.</p>
<h2>Fauna</h2>
<p>Ein Besuch in Ägypten lohnt sich nicht nur für Sonnenanbeter, Kulturbegeisterte oder die klassische Forschernatur. Auch wer sich für Tiere interessiert ist in dem Land genau richtig. Zwar ist die Artenvielfalt aufgrund des Klimas im Vergleich zu anderen Gebieten der Erde relativ gering. Die wenigen Tiere aber, die in Ägypten zu finden sind, haben es in sich.</p>
<p><em><strong>Im Nildelta beispielsweise finden sich, ähnlich wie auch in den Bergen Ägyptens, der Wüstenfuchs, das Wildschwein, der Steinbock oder auch die Wildkatze.</strong></em></p>
<p>In den trockenen Bereichen, also den Wüsten, können sie dagegen <em><strong>Skorpione, Schlangen, Echsen und andere Reptilien</strong></em> beobachten. Auch<em><strong> Gazellen und Mäuse</strong></em> sind bei genauem Hinsehen zu enttarnen. Haus- und Nutztiere sind vor allem in der Nähe von Siedlungen oder bewohnten Gebieten zu finden. Dazu zählen<em><strong> Schafe, Ziegen, Esel und auch Kamele</strong></em>. Die früher in Ägypten häufig anzutreffenden Nilpferde gibt es übrigens mittlerweile kaum noch in freier Wildbahn.</p>
<p>Sie sind höchstens noch im Zoo zu betrachten. Leider wissen wir aber mittlerweile, dass Zoos weder zum Arterhalt beitragen noch für die derzeit lebenden Tiere artgerecht sind. Zoos sollte man deshalb &#8211; egal in welchem Land, meiden. Stattdessen können sich Hobbybiologen auf hunderte von verschiedenen Fischen und anderen Wasserbewohnern freuen. Und wer seinen Blick etwas nach oben richtet, der kann auch verschiedene Vögel beobachten.</p>
<p>Denn Ägypten ist nicht nur für seine <em><strong>Unterwasserbewohner </strong></em>bekannt, sondern auch für die „Flugtiere“ in der Luft. Neben <strong><em>Greifvögeln wie Alder oder Greif gibt es auch Kraniche, Pelikane und Flamingos.</em> </strong>Auch unsere heimischen Zugvögel starten regelmäßig im Winter ab in den Süden, nämlich nach Ägypten und Co. Aber keine Angst: im Frühjahr kommen unsere gefiederten Freunde wieder aus dem Pyramidenland zurück – zumindest für ein halbes Jahr, bevor die Reise erneut startet.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Weitere Tierarten: </span></em></strong></p>
<ul>
<li>Artenreiche Vogelwelt</li>
<li>Fischreichtum</li>
<li>Silberreiher</li>
<li>Schleichkatzen</li>
<li>Ibbisse</li>
<li>Gazellen</li>
<li>Hyänen</li>
<li>Schakale</li>
<li>Viele Nagertiere</li>
<li>Insekten</li>
<li>Skorpione</li>
</ul>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Viehwirtschaft:</span></em></strong></p>
<ul>
<li>Milchvieh</li>
<li>Wasserbüffel</li>
<li>Fischfang, Fischzucht</li>
</ul>
<figure id="attachment_882" aria-describedby="caption-attachment-882" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-882" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamele-700.jpg" alt="Kamele in Ägypten" width="700" height="469" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamele-700.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamele-700-300x201.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Kamele-700-600x402.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-882" class="wp-caption-text">Kamele in Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Bodenschätze</h2>
<p>Ägypten ist nicht nur ein mächtiges, sondern auch ein reiches Land. Zumindest wenn es um die Bodenschätze geht. Diese gibt es vor allem in Form von Erdöl in großen Mengen. Gefördert wird das schwarze Gold, wie es dort auch bezeichnet wird, unter anderem auf der Halbinsel Sinai und im Golf von Sues. Auch die Salzgewinnung sowie die Gewinnung von Eisenerz, Manganerz und zahlreicher weiterer Materialien wie Schwefel oder Uranerz trägt zu einem guten und erfolgreichen Export-Handel bei.</p>
<p>Dagegen wird das ebenfalls reichlich vorhandene und seit Mitte der 70ern geförderte Erdgas vor allem in Ägypten selbst verwendet. Nicht nur zum Heizen dient das Gas, auch für die Düngung und die Produktion von Düngemitteln ist es von Nöten. Strom kommt in Ägypten neben Kernkraftwerken auch durch Wasserkraftwerke, um genau zu sein machen sie einen 15 Prozent-Anteil der Stromproduktion aus. Eine Schwerindustrie mit Stahl-, Eisen- und Aluminiumproduktion wurde aufgebaut.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Weitere Bodenschätze:</span></em></strong></p>
<ul>
<li>Erdölfelder</li>
<li>Erdgas</li>
<li>Mangan und Erze</li>
<li>Kohle</li>
<li>Phosphate</li>
<li>Salz</li>
</ul>
<blockquote><p>Der Assuan Staudamm deckt mehr als die Hälfte des Bedarfes an der Elektrizität des Landes.</p></blockquote>
<h2>Exportgüter aus Ägypten</h2>
<p>Exportiert wird, wie bereits beschrieben, eine ganze Menge. Jährlich verlassen Güter im Wert von mehr als 10 Milliarden Doller das Land. Dazu zählen vor allem Brennstoffe, aber auch Öle oder chemische Erzeugnisse und nicht zuletzt Nahrungsmittel. Beliefert werden Länder wie Deutschland, USA, Italien, Spanien, Korea oder Frankreich sowie die Niederlande oder Saudi-Arabien. Es gibt nur ein Problem: die Waren, die jährlich importiert werden nach Ägypten haben einen Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die Einfuhren nicht mehr durch den Export finanziert werden können. Importiert werden Nahrungsmittel, Maschinen, Rohstoffe und vorgefertigte Produkte aus China, USA, Deutschland, Italien und Frankreich. Die angegebenen Umschlagszahlen beziehen sich auf Statistiken aus dem Jahr 2004.</p>
<blockquote><p>Mehr als die Hälfte der Exporteinnahmen des Landes stammen aus Erdölerträgen, gewonnen auf der Halbinsel Sinai und dem Gof von Suez.</p></blockquote>
<h2>Der Suezkanal</h2>
<p>Der Suezkanal ist der wichtigste Kanal überhaupt für die Ägypter. Er ist knapp <strong>200 Kilometer lang</strong> und verbindet das<strong> Rote Meer mit dem Mittelmeer</strong> und bildet gleichzeitig nicht nur eine wichtige Route, sondern auch einen kurzen Wasserweg zwischen Asien und Europa. Gebe es den Suezkanal nicht, so müssten die Handelstreibenden mit ihren Schiffen einen Umweg über Afrika schippern, was nicht nur teurer, sondern auch viel komplizierter und zeitaufwändiger wäre. Seinen Namen bekam der Suezkanal von der Stadt Suez – hier endet der lange Schlauch, der in der Stadt Port Said im Mittelmeer beginnt.</p>
<blockquote><p>Der Suezkanal verkürzte den Seeweg nach Indien um 10.000 km.</p></blockquote>
<p>Der Suezkanal ist so etwas wie die „größte Einbahnstraße der Welt“. Denn er darf nur von einer Seite aus befahren werden. Würde es mehrere Fahrrinnen geben, so würde es schlicht und einfach zu eng. Die geringste Breite liegt bei gerade einmal 300 Metern an der Oberfläche und nicht einmal 200 Metern auf dem Grund. Bis zu 15.000 Schiffe können pro Jahr den Kanal passieren, möglich macht das eine Art Wartebereich, der im Suezkanal integriert ist. Hier können sich die Schiffe kreuzen.</p>
<p>Um durch den Suezkanal zu gelangen brauchen mehrere Schiffe, die hintereinander fahren zwischen 10 und 15 Stunden. Aber nicht nur Handelsschiffe sind hier unterwegs, auch Personen werden befördert. Wer sich einen Urlaub vom Feinsten gönnen möchte, der kann eine der bekanntesten und beliebtesten Kreuzfahrten schlechthin machen. Allerdings muss man dafür ganz schön tief in den Geldbeutel fassen – bis zu 100.000 Euro kann eine solche, mehrwöchige, Kreuzfahrt kosten. Trotzdem zieht es immer mehr Menschen in den Suezkanal und diesen Teil Ägyptens.</p>
<p>Gebaut wurde der Kanal von 1859 bis 1869.</p>
<figure id="attachment_841" aria-describedby="caption-attachment-841" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-841" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-bei-Nacht-von-oben.jpg" alt="Ägypten von oben bei Nacht de.depositphotos.com" width="700" height="487" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-bei-Nacht-von-oben.jpg 1000w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-bei-Nacht-von-oben-300x209.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-bei-Nacht-von-oben-768x534.jpg 768w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-bei-Nacht-von-oben-600x417.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-841" class="wp-caption-text">Ägypten von oben bei Nacht de.depositphotos.com</figcaption></figure>
<h2>Der Nil</h2>
<p><a href="https://www.erdkunde-online.de/der-nil-der-fluss-als-lebensader-und-reiseziel/">Der Nil ist die Lebensader</a> des Landes. Der Fluss legt seinen fruchtbaren Schlamm im Tal ab und sorgt für die Ernährung eines der ältesten Zivilisation auf der Erde. Er dient der Bewässerung des Landes und ist fast durchgehend schiffbar. Heute ist er zusätzlich ein beliebtes Reiseziel für Nilkreuzfahrten.</p>
<h2>Bevölkerung</h2>
<ul>
<li>Der größte Teil der Bevölkerung lebt in einer weitestgehend<strong> homogenen Gruppe voon Ägyptern im Niltal</strong>.</li>
<li><strong>Gruppen berberischen und arabischen</strong> Ursprunges leben an der <strong>Küste des roten Meeres</strong> und in der <strong>westlichen Wüste</strong>.</li>
<li>Im <strong>Süden</strong> gibt es eine kleine <strong>nubische Minderheit</strong>.</li>
<li>In der <strong>arabischen Wüst</strong>e leben <strong>noramadische hamitische Bejas</strong>.</li>
</ul>
<p>In den Städten wohnt man in modernen Bauten, auf dem Land jedoch noch in Ziegel &#8211; und Betonhäusern.</p>
<blockquote><p>Über 90% der Ägypter leben in der Nähe des Nils</p></blockquote>
<p>Wie jedes Land gibt es auch in Ägypten einige Bereiche, die der Bevölkerung und Regierung Probleme bereiten. Dazu gehören in erster Linie die Kinder und ihre Bildung. Viele der kleinen Ägypter können nicht lesen und schreiben: sie sind Analphabeten. Und dabei kann man es ihnen auch nicht übel nehmen, ganz im Gegenteil. Sie würden gerne in die Schule gehen, haben aber keine Möglichkeit dazu den Unterricht zu besuchen. Stattdessen müssen sie auf den Feldern arbeiten oder andere Dienste erfüllen.</p>
<p>Die bei uns verbotene Kinderarbeit behält in Ägypten nämlich nach wie vor noch die Oberhand. Laut einer Studie, die vor kurzem veröffentlicht wurde, handelt es sich bei einem Drittel der Ägypter um Analphabeten. Kein Wunder: die Kinder können entweder gar nicht zur Schule gehen, weil ihnen die Eltern dazu gar keine Chance lassen oder sie müssen arbeiten, weil die Familie so arm ist, dass auch die Kinder Geld auftreiben müssen. Positiverweise sieht es aber nicht im ganzen Land so schlecht aus, es gibt auch Projekte mit denen Kinder so gut es geht unterrichtet und erzogen werden.</p>
<p>Seit mittlerweile zwanzig Jahren beispielsweise sorgt dafür die Sekem-Farm. Hier können die Kinder zwar arbeiten und bekommen dafür etwas Geld mit dem sie und ihre Familie leben können, allerdings werden die Kinder nicht als regelrechte Schichtarbeiter missbraucht. Und: sie dürfen auch nebenbei zur Schule gehen. Dort lernen sie neben dem Schreiben und Lesen sogar noch das Rechnen oder erfahren im Schulfach „Geographie“ alles Wichtige über ihr Land und den Rest der Welt.</p>
<p>Um das Umweltbewusstsein der Kinder zu fördern und ihnen mehr Verständnis für die Natur zu geben stehen auch Naturwissenschaften auf dem Tagesplan. Wichtig sind aber auch die Bewegung und das Musikgefühl der Kinder, deshalb gibt es auch regelmäßig Tanzstunden und rhythmische Übungen. Auch die Phantasie der Kleinen zu fördern erscheint den Lehrern hier besonders wichtig. Malen und Werken sind also auch entscheidende Lehrbereiche. Später haben die Kinder dann übrigens die Chance einen Abschluss zu machen und haben so bessere Möglichkeiten einen hochwertigeren Job zu finden.</p>
<figure id="attachment_800" aria-describedby="caption-attachment-800" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-800" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Beduine-Mann.jpg" alt="Beduine in Ägypten" width="700" height="469" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Beduine-Mann.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Beduine-Mann-300x201.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Beduine-Mann-600x402.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-800" class="wp-caption-text">Beduine in Ägypten</figcaption></figure>
<h3>Bevölkerungentwicklung</h3>
<p>Experten sprechen von einer regelrechten Explosion wenn es um die Bevölkerungszahlen der letzten Jahre in Ägypten geht. Pro Jahr erhöht sich die Zahl der Ägypter um etwa zwei Prozent. Angefangen im antiken Ägypten, wo etwa vier Millionen Menschen lebten bis hin zu heute. Aber gehen wir darauf etwas näher ein: Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur 2,5 Millionen Menschen im Land der Pharaonen lebten, so waren es einhundert Jahre später schon zehnmal so viele.</p>
<p>In einer Statistik vom Jahr 2000 wurden fast 68 Millionen Menschen gezählt. Die Zahl der Ägypter ist also erneut deutlich angestiegen. Die meisten davon wohnen in Kairo. Die Stadt bietet etwa acht Millionen Menschen ein Zuhause. Zweitgrößte Stadt ist Alexandria mit vier Millionen Einwohnern, dahinter folgen Giseh, Sues, Luxor und kleinere Städte.</p>
<h3>Touristen und Einheimische in Ägypten</h3>
<figure id="attachment_815" aria-describedby="caption-attachment-815" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-815" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Einheimische-Touristen.jpg" alt="Touristen und Einheimische" width="300" height="403" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Einheimische-Touristen.jpg 450w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Einheimische-Touristen-224x300.jpg 224w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-815" class="wp-caption-text">Touristen und Einheimische</figcaption></figure>
<p>Vor allem Touristen-Orte ziehen nicht nur viele Urlauber, sondern auch die einheimischen Menschen an, da hier leichter Arbeit zu finden ist. Es ist somit kein Zufall, dass fast 50 Prozent der Ägypter in der Stadt lebt. Nahezu ganz Ägypten ist ägyptisch. Wie man diesen Satz verstehen darf? Ganz einfach. 97 Prozent der Menschen, die in Ägypten leben, sind auch wirklich Ägypter. Ansonsten handelt es sich um Nubier oder arabisch sprechende Nomaden sowie ein paar einzelne Berberstämme in der libyschen Wüste.</p>
<p>Gesprochen wird in der Regel arabisch, das ist auch die Amtssprache, also die offizielle Sprache. Auf der Straße hören Sie allerdings, natürlich nur wenn Sie sich mit der Sprache Ägyptens näher beschäftigt haben, eine Mischung aus dialekthaltigem ägyptisch und ägyptisch-arabischem Sprachmischmach.</p>
<h3>Gleichberechtigung</h3>
<p>Vor dem Gesetz sind alle gleich. Das gilt in Deutschland als selbstverständlich. Nicht hingegen in Ägypten. Hier gibt es beispielsweise hinsichtlich der Geschlechter einen deutlichen Unterschied vor dem Gesetz – zumindest in der Praxis. Deshalb werden die Forderungen auf Gleichberechtigung nun immer lauter. Was für den Mann gilt, das soll auch für die Frau bestimmt werden können und umgekehrt, findet Ägyptens Vizepräsidentin Radwan. Trotz der Glaubensrichtlinien im Islam, bei dem Männer generell mehr Rechte besitzen als Frauen, dürfe, so die Forderung der Vizepräsidentin, keine Ungerechtigkeit im Vergleich zwischen Mann und Frau herrschen.</p>
<h3>Mehr Rechte für Frauen auch im Beruf</h3>
<p>Auch im Beruf müsse es gerechter zugehen fordert derweil Amal Suleiman in einem Zeitungsbericht. Sie möchte Zivilstandesbeamtin werden, was in Ägypten und überall dort, wo der Islam stark verbreitet ist, eigentlich nur der Männerwelt vorbehalten ist. Angeblich, so heißt es als Argument der Befürworter dieser Regelung, schreibt das der Koran vor.</p>
<p>Weil die eben bereits beschriebene Amal Suleiman aber nicht zurückschreckte und eine Bewerbung als Zivilbeamte verschickte, kam es zu gewaltigen Diskussionen und das obwohl die junge Frau sehr gute Bildung besitzt und studiert hat. Kurioserweise war es im alten Ägypten, was man eigentlich gar nicht vermuten würde, anders. Damals, so heißt es in den Geschichtsbüchern, hätten sich zwar Kinder den Männern untergeordnet.</p>
<p>Frauen hingegen hatten erstaunlich viele Rechte. Unter anderem durften sie sich scheiden lassen oder über die eigenen finanziellen Mittel selbst bestimmen. Alles was mit dem heimischen Haus und Hof zu tun hatte fiel unter die Gewalt und Zuständigkeit der Frauen. Im Laufe der Zeit, also vor allem in der Neuzeit, änderte sich dieser Status der Frau allmählich wieder, doch wie wir alle wissen, werden Frauen selbst in modernen Ländern heute noch sehr oft benachteiligt.</p>
<figure id="attachment_833" aria-describedby="caption-attachment-833" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-833" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Frauen.jpg" alt="Frauen in Ägypten" width="700" height="393" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Frauen.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Frauen-300x168.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Frauen-600x337.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-833" class="wp-caption-text">Frauen in Ägypten</figcaption></figure>
<h3>Helle Haut als Statussymbol in Ägypten</h3>
<p>Wer sich schon einmal näher mit dem ägyptischen Klima beschäftigt hat weiß, dass es dort kein Problem für alle diejenigen gibt, die sich gerne einmal sonnen und bräunen wollen. Dennoch sind die Ägypter selbst gar nicht so sehr gebräunt, wenn man sie einmal näher betrachtet. Das liegt allerdings nicht am Wetter, sondern an den Menschen. Statt braun zu werden bevorzugen sie es, eine helle Haut zu haben. Viele helfen dabei sogar etwas nach. Denn weiß ist in. Nicht nur in dieser Saison, sondern immer. Mehr und mehr Frauen, ganz egal welchen Alters oder welcher sozialer Schicht, stehen auf helle Haut. Für sie ist das ein Schönheits- und zugleich ein Statussymbol.</p>
<p>Mehrmals täglich greifen Frauen in Ägypten deshalb zur Gesichtscreme und versuchen so ihr Gesicht heller zu gestalten. Damit, so eine Ägypterin im Interview, fühle man sich als Ägypterin nicht nur wohler, man kann auch Streifen im Gesicht besser verstecken. Diese Streifen entstehen durch die Tatsache, dass Frauen in Ägypten ein Kopftuch tragen. Eine derartige Bleichcreme kostet pro Monat außerdem kaum mehr als einen Euro, das können sich selbst in Ägypten nahezu alle Schichten leisten. Inzwischen wird aber auch schon in der Werbung über ein „besseres Leben“ durch besonders weiße Hautfarbe gesprochen.</p>
<p>Deshalb steigt auch der Umsatz in den Apotheken, die professionelle Cremes sogar für hunderte von Euro verkaufen, merklich an. Auch bei den ägyptischen Männern kommt die helle Hautfarbe oft deutlich besser an, wie viele Frauen glauben. Selbst bei schwachem Selbstbewusstsein sind Bleichcremes ein willkommener Helfer in Sachen sicherem Auftreten.</p>
<h2>Landwirtschaft</h2>
<p>Ägyptens Bauern stehen unter Druck. In gewisser Weise stehen die Bauer jeden Landes unter Druck, da die Erzeugnisse und Ernten witterungsbedingt oft schlechter ausfallen und die viele Arbeit der Dienstleistenden nur selten in genügendem Maße belohnt wird. In Ägypten kommt aber zu diesen Faktor noch ein weiteres Problem hinzu: die Bevölkerung wächst immer weiter und sorgt somit für zusätzliche Spannungen und Zeit- sowie Arbeitsdruck.</p>
<p>Kein Wunder also, dass Hirse, Kohl und so weiter, die für Ägypten eigentlich typisch sind, nicht mehr soviel angebaut werden. Es ist wichtiger geworden, möglichst viele Nahrungsmittel aus dem Ausland nach Ägypten zu holen, um die hungrigen Münder im Land zu füttern. Wie es in einem Bericht heißt steige die Importmenge immer mehr an. So wurden zum Beispiel im Jahr 1980 mehr als fünf Millionen Tonnen Weizen „bestellt“, da in Ägypten gar nicht mehr soviel angebaut werden kann wie benötigt wird.</p>
<p>Tendenz steigend. Denn: Ägyptens landwirtschaftliche Nutzflächen sind knapp, die Maschinen der Bauern veraltet und das Klima zudem ungünstig. Schließlich sind die Temperaturen einfach zu hoch, die Luft zu trocken und eine Bewässerungsanlage macht aufgrund der wenigen Wasserquellen kaum bis überhaupt keinen Sinn.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Anbau auf landwirtschaftlichen Nutzflächen:</span></em></strong></p>
<ul>
<li>Zuckerrohr</li>
<li>Baumwolle</li>
<li>Hirse</li>
<li>Datteln</li>
<li>Mais</li>
<li>Reis</li>
<li>Weizen</li>
<li>Saubohnen</li>
<li>Citrusfrüchte</li>
<li>Obst</li>
</ul>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Wichtig für die Landwirtschaft ist:</span></em></strong></p>
<ul>
<li>Der Nil</li>
<li>Der Suezkanal</li>
<li>Der Assuan Staudamm</li>
</ul>
<h3>Gibt es auch fruchtbare Fläche in Ägypten?</h3>
<p>Fruchtbarster Teil Ägyptens ist der Bereich um den Nil, aber auch hier ist aufgrund von zurückgehenden Pegeln immer weniger Bodenattraktivität vorhanden. Nicht viel besser sieht es bei der Haltung von Nutztieren aus. Schafe, Ziegen und Co. können oft nicht gefüttert werden und sind so auch nicht in ausreichender Zahl vorhanden, sodass die Bevölkerung von den tierischen Produkten leben könnte. Mittlerweile ist aber auch weltweit bekannt, dass Nutztierhaltung sich nicht lohnt, da man mit dem Futter, was man an Nutztiere verfüttert auch Menschen direkt und viel effizienter ernähren könnte.</p>
<h2>Politik</h2>
<p>Pharaonen gibt es in Ägypten schon seit ewigen Zeiten nicht mehr, das Land ist eine Republik und wird seit der 1971 geschriebenen und 2005 geänderten Verfassung von einem Präsidenten regiert. Aktuell heißt dieser Mann Abd al-Fattah Said Husain Chalil as-Sisi. Sein Name ist nicht selten in den Medien zu hören, sodass man alleine dadurch schon feststellen kann welch wichtiger und mächtiger Mann sich hinter Sisi verbirgt. Schon seit 8. Juni 2014 hat er sein Amt inne.</p>
<blockquote><p>Ägypten ist seit 1971 eine Einparteien-Republik.</p></blockquote>
<p>2014 wurde Sisi gewählt worden. Eine Präsidentschaftswahl funktioniert in Ägypten ganz einfach: Das Parlament bestimmt einen Kandidaten (dazu ist eine Mehrheit von zwei Drittel nötig) und dieser wird dann vom Volk gewählt. Künftig wird das Wahlsystem nach Wunsch von Mubarak aber etwas anders aussehen. Geplant sind freie Wahlen, sodass das Volk aus mehreren verschiedenen Kandidaten den Präsidenten wählen kann, der im Anschluss den Ministerpräsidenten sowie die Kabinettsmitglieder und Gouverneure ernennt. Die Präsidenten-Amtszeit dauert sechs Jahre, er ist währenddessen der wichtigste Mann im Staat und hat zugleich den Oberbefehl über das Heer.</p>
<p>Dass Abd al-Fattah Said Husain Chalil as-Sisi schon länger Präsident Ägyptens ist, muss nicht automatisch heißen, dass es alles demokratisch zugeht. 2013 kam er mit einem gewaltsamen Staatsstreich mithilfe des Militärs an die Macht.</p>
<p>Normaler Weise würde der Präsident gewählt. Im Parlament sitzen übrigens mehr als 450 Mitglieder des so genannten „Rat des Volkes“. Abgesehen von zehn Politikern, die das Staatsoberhaupt ernennen darf, werden die anderen gewählt. Außerdem gibt es die Schura mit über 200 Mitgliedern. Auch hier wird Politik gemacht.</p>
<h3>Außenpolitik</h3>
<p>Seit Ende der 80er Jahre hat Ägypten außenpolitisch gesehen eine wichtige Position inne, denn seit dieser Zeit gehört das Land zu den wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten außerhalb der NATO. Somit arbeiten Ägypten und die USA auch eng auf militärischem Wege zusammen. Leider nehmen andere Länder dabei nur selten Einfluss auf das Land Ägypten selbst, wo es noch zahlreiche Regelungen von früher gibt, die den Menschenrechtlern überhaupt nicht gefallen dürften.</p>
<p>Denn wie es in Medienberichten heißt, werden in Ägypten immer noch Menschen schlecht behandelt und sogar gefoltert. Nicht selten werden Menschen misshandelt durch Elektroschocks, Schläge oder Aufhängen an verschiedenen Körperteilen eingeschüchtert oder Gefangene sexuell missbraucht. Wer sich gegen diese mehr als zweifelhaften Methoden auflehnte wurde selbst oft hart bestraft. Immer mehr Menschenrechtsorganisationen versuchen gegen Ägyptens Handhabungen mit Sträflingen und anderen Menschen vorzugehen – bislang größtenteils aber ohne richtigen Erfolg. Teilweise benutzen laut Internetberichten aber auch andere Länder, wie die USA, das Land Ägypten, um vom CIA entführte Personen dort „zwischen zu lagern“, dafür gibt es jedoch keine eindeutigen Beweise.</p>
<p>Generell muss die ägyptische Politik gegenüber anderen Ländern jedoch einen „freundlichen“ bis „wohl gesonnenen“ Eindruck machen. Denn das Land ist abhängig vom Import von Produkten anderer Länder ins Landesinnere von Ägypten. Vor allem hinsichtlich der Nahrungsmittel herrscht ein enormer Mangel im Land er Pyramiden vor, da die Bevölkerung immer weiter steigt und die Menschen sonst nicht satt werden. Die heimische Landwirtschaft ist zu schwach. Nicht auszudenken, wenn Ägypten boykottiert werden würde. Das wäre ebenso schlimm, wie die Beeinträchtigung oder ein Stopp des Exports. Ägypten ist unter anderem Weltmarktführer von Kristallschmuck und Kristallfiguren.</p>
<h3>Ägypten goes Österreich</h3>
<p>Österreich ist bei der Suche nach einem Partner fündig geworden. Nein, nicht etwa bei den Nachbarländern Deutschland oder Schweiz. Der Kooperationspartner kommt von etwas weiter her: aus Ägypten. Denn kein geringeres Land als das Land der Pyramiden wird in Zukunft mit Österreich zusammenarbeiten. Die Pläne für die Kooperation beziehen sich in erster Linie auf den Straßenbau, auf die Schienennetze und die Häfen. Dadurch versprechen sich beide Länder eine bessere Infrastruktur.</p>
<p>Dass es beide Länder ernst meinen hat man spätestens bei einem Treffen gemerkt das vor kurzem in Wien stattgefunden hat. Während österreichische Bauunternehmer schon jetzt auf Millionaufträge hoffen, hofft man in Ägypten sobald wie möglich auf eine verbesserte Gleisstruktur. Das ägyptische Schienennetz ist schließlich vollkommen veraltet – kein Wunder, denn es gehört zu den ältesten Schienennetzen überhaupt. Den Entschluss, das ägyptische Schienennetz zu erneuern, fasste die Regierung nachdem es bereits mehrfach schlimmere Zugunglücke mit höheren Sachschäden mit Personenschäden gegeben hatte.</p>
<p>Österreich, so heißt es, habe die nötige Erfahrung für diese und weitere Herausforderungen. Gesagt getan. Diverse Firmen und namhafte Bauunternehmer aus der Alpenrepublik haben bereits Angebote nach Ägypten gesandt und hoffen nun auf Aufträge. Insgesamt sollen Ausschreibungen von Arbeiten im Wert von bis zu 80 Millionen Euro gemacht worden sein, wie Medien melden. Dazu kommt, dass bei erfolgreicher und kompetenter Ausführung der Aufträge möglicherweise noch Folgeaufträge für die österreichischen Unternehmen möglich wären. Das heißt, dass bei der österreichisch-ägyptischen Zusammenarbeit noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist. Im Gegenteil: die Freundschaft beider Länder soll auch auf kultureller Ebene noch verstärkt werden.</p>
<h2>Armut in Ägypten</h2>
<p>Arm, ärmer – Ägypten. Obwohl das Land selbst eigentlich nicht gerade zu den ärmsten Ländern gehört und sich wirtschaftlich in den vergangenen Jahren zumindest wieder einigermaßen erholt hat, werden die Menschen in Ägypten zunehmend ärmer. Das hat auch die Zeitung „Junge Welt“ in einem ihrer Berichte jetzt thematisiert. Zu lesen ist darin, dass in den Jahren zwischen 2000 und 2005 die Zahl der Ärmsten von knapp 17 auf immerhin 20 Prozent angestiegen ist.</p>
<p>Und das obwohl das Land 2007 bereits zum dritten Mal hintereinander ein Wirtschaftswachstum erzielen konnte. Wie Experten herausgefunden haben ist die Zahl der Armen allerdings noch größer als im Jahr 1952 – und dass es sich dabei um einen mehr als deutlichen Rückschritt handelt ist ebenso wenig überraschend wie beruhigend. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Unruhen im Landesinneren von Ägypten immer mehr zunehmen.</p>
<h3>Gewalttaten in Ägypten</h3>
<p>Neben Streiks und anderen friedlichen Demonstrationen nimmt auch die Zahl der Gewalttaten stetig zu. Von der Arbeitslosenquote ganz zu schweigen. Gestreikt wurde in letzter Zeit unter anderem von Ärzten, Fahrern der öffentlichen Verkehrsmittel, im Bau sowie in Lebensmittelbereichen. Auch die Universitätsangestellten haben schon eine Streikaktion in Aussicht gestellt. Unterdessen gibt es von der Regierung zu den sozialen Konflikten und den zunehmenden Armutszahlen noch keine offizielle Stellungnahme oder einen Lösungsvorschlag für die Zukunft.</p>
<p>Eine Handlungsweise, die nicht nur Menschenrechtler auf die Barrikaden treiben wird. Riesiges Problem, das weiterhin besteht, ist auch der immer noch steigende Trend in Sachen Bevölkerungsentwicklung. Pro Jahr steigt die Zahl der ägyptischen Einwohner durchschnittliche um zwei Prozent – eine enorme Zahl bei so vielen bereits bestehenden Nöten.</p>
<h2>Literatur</h2>
<p>In vielen Urlaubsländern gibt es an Kiosken oder im Zeitschriftenfachgeschäft nicht nur eine ganze Menge einheimischer Literatur, sondern auch – in erster Linie für Touristen – Hefte, Bücher, Zeitschriften und Lektüren aus dem Ausland. Wer als Deutscher jedoch in Kairo und Co. seinen Urlaub verbringt, der muss sich wohl künftig verstärkt über Internet oder andere Medien informieren.</p>
<p>Denn deutsche Zeitungen sind in Ägypten inzwischen Mangelware. Das liegt jedoch nicht daran, dass sie dort nicht gelesen würden – sie sind verboten worden. Grund ist der Karikaturenstreit, der erst vor wenigen Jahren wieder von neuem entbrannt ist. Im Einzelnen geht es dabei um die erneute Publizierung der schon seit langem sehr umstrittenen Mohammed-Karikaturen. Weil sie ausgerechnet in einer westlichen Zeitung zu lesen war, wurden jetzt sämtliche Zeitungen aus dem Westen aus dem Handel genommen.</p>
<p>Dazu zählen „Die Welt“, „Die Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Wall Street Journal“ und „Observer“. Sie hatten die Zeichnungen bewusst noch einmal abgebildet, um damit gegen die Mordpläne, die gegenüber dem zuständigen Karikaturisten angekündigt wurden, vorzugehen. Dies hatte zur Folge, dass unter anderem der dänische Botschafter (vor allem in Dänemarks Zeitschriften war die Karikatur mehrfach zu sehen) in Ägypten antreten und versprechen musste, sich einzusetzen, dass die Zeichnungen nicht mehr gedruckt werden.</p>
<p>Verschiedene Verlage, darunter auch deutsche Häuser, prüfen derzeit noch ihre Möglichkeiten, um gegen Forderungen und Verbote wie diese vorzugehen, wie es in einem Medienberichten jetzt hieß. Wie die weitere Entwicklung hinsichtlich der Mohammed-Karikaturen aussieht bleibt abzuwarten. Die Zeichnungen zeigen den Propheten mit einer gezündeten Bombe statt einem Turban auf dem Kopf und haben schon für einigen Zündstoff gesorgt. Das sich deutsche Zeitungen hier nicht erpressen lassen, ist besonders für die Meinungsfreiheit wichtig und ausschlaggebend.</p>
<h2>Religionen</h2>
<p>Religionsfreiheit ist selbstverständlich? In Ägypten nicht. Zwar ist sie teil des Gesetzes, da sie in der Verfassung enthalten ist. Allerdings sieht die Praxis oft anders aus, hier ist die Religionsfreiheit deutlich eingeschränkt, was alleine an den Ausweisen der Bürger sichtbar wird. Hier kann lediglich ein Kreuzchen bei drei zur Auswahl stehenden Religionen gemacht werden: Islam, Christentum oder Judentum. Wer anders gläubig ist muss entweder lügen oder bekommt eben keinen Ausweis.</p>
<blockquote><p>90 % der Bevölkerung gehört dem Islam an.</p></blockquote>
<p>In diesem Fall sind die Rechte dieses Bürgers jedoch deutlich eingeschränkt. Es geht aber sogar noch schlimmer. Möchte beispielsweise ein Moslem dem Christentum beitreten oder ähnliches, so soll er zum Tode verurteilt werden wenn es nach der Politik geht. Eine höchst umstrittene Einstellung in der ganzen Welt. Zur religiösen Aufteilung: etwa 85 Prozent der Ägypter sind Muslime, weniger als 15 Prozent der Gesamtbevölkerung sind immerhin noch Christen. Früher hatten die Christen zwar die Oberhand – das änderte sich durch den „Siegeszug des Islams“ im siebten Jahrhundert allerdings schnell wieder.</p>
<p>Christen leben heute vor allem in kleineren Dörfern, während die Großstädte und urbanen Gebiete Ägyptens in erster Linie Muslime beherbergen. Am geringsten ist dagegen die Zahl der Juden in Ägypten. Kaum mehr als eintausend Juden leben dort mittlerweile noch, sie bilden damit eine überaus kleine Minderheit, die immerhin seit dem Friedensvertrag im Jahre 1979 auch mehr religiöse Rechte hat. Im Jahre 1948 waren es noch knapp 100.000 Juden, die Zahl hat während der vergangenen Jahrzehnte enorm abgenommen.</p>
<p>Außerdem leben in Ägypten noch rund 2.000 Bahai. Sie gehören zu den vorhin bereits erwähnten Gläubigen, die zu ihrer Religion stehen und darum auch keine Ausweise bekommen können.</p>
<figure id="attachment_804" aria-describedby="caption-attachment-804" style="width: 700px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-804" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Moschee.jpg" alt="Moschee in Ägypten" width="700" height="491" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Moschee.jpg 700w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Moschee-300x210.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2021/01/Aegypten-Moschee-600x421.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><figcaption id="caption-attachment-804" class="wp-caption-text">Moschee in Ägypten</figcaption></figure>
<h2>Militär</h2>
<p>Wer über das Militär Ägyptens spricht, der sollte sich bewusst sein, dass dieses keineswegs unterschätzt werden darf. Laut offiziellen Angaben wird vom Staatshaushalt ein finanzieller Anteil von immerhin neun Prozent für den Krieg und das Militär ausgegeben. Ein sehr hoher Wert, wenn man allein das Gesundheitswesen Ägyptens und die Ausgaben dafür näher beleuchtet. Schließlich schlägt es gerade einmal mit äußerst schwachen drei Prozent zu Buche. Ägyptens Militär ist somit – das muss nicht verwundern – die stärkste Streitkraft auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
<p>Oberster Befehlshaber über die Soldaten ist das Staatsoberhaupt, es ist somit auch Oberkommandant und hat den höchst möglichen Rang inne. Die Streitkräfte gliedern sich insgesamt in vier Bereiche. Neben dem modernen Luftverteidigungskommando gibt es auch noch klassische Zweige wie Luftwaffe, Armee oder auch Marine. Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Ägypten eine Wehrpflicht, sie dauert hier drei Jahre lang und beginnt mit dem achtzehnten Lebensjahr.</p>
<p>Allerdings muss längst nicht jeder zum Militär, wegen des großen Bevölkerungswachstums kommen nur die besten zum Zug, können dafür aber einen gewaltigen Aufstieg in der ägyptischen Militärlaufbahn erreichen. Auch das Innenministerium hat zusätzlich noch eine Viertelmillion an Streitkräften, die die innere Sicherheit gewährleisten sollen. Das Militär wird im Inneren nur im Notfall als Ergänzung verwendet und hat ansonsten für die Außenpolitik zur Verfügung zu stehen.</p>
<p>Berühmte Personen aus dem Militärbereich waren Abd al-Hakim Amr, Muhammad Ali Pascha, Evelyn Wood oder auch Edmund Barttelot. Das Militärbudget liegt übrigens bei rund 2 Milliarden US-Dollar, rund 350.000 Soldaten gibt es in Ägypten.</p>
<h2>Arbeit</h2>
<p>Was macht ein Chinese in Ägypten? Die Lösung lautet: Arbeiten. Denn in letzter Zeit fällt immer mehr auf, dass die Zahl der Chinesen, die in Ägypten arbeiten, deutlich zunimmt. Einige haben sogar ein eigenes Geschäft gegründet und sich damit selbständig gemacht, wie es in Medienberichten heißt. Problem dabei ist jedoch der enorme politische und bürokratische Aufwand, den die Ausländer zu bewältigen haben.</p>
<p>Und doch verschlägt es viele Chinesen nach Ägypten. Offiziell spricht die chinesische Botschaft in Kairo von 10.000 Chinesen, die im Land der Pyramiden leben und arbeiten. Wobei angemerkt werden muss, dass bei dieser Zahl noch nicht einmal die Schwarzarbeiter berücksichtigt werden konnten. Selbstverständlich siedeln sich die Neuankömmlinge in erster Linie dort an, wo die Wirtschaft blüht und es sich am besten lebt. Das heißt: im Bereich des Nils oder am Sueskanal. Letzterer ist ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt der gerade für chinesische Restaurants oder auf dem Dienstleistungssektor für leicht verdientes Geld sorgt.</p>
<p>Rund 40 Prozent der Menschen, die in Ägypten leben hält sich in den Städten wie Kairo oder Alexandria auf, der Rest wohnt auf dem Land, wo die Berufs- und Lebensschancen deutlich schlechter aussehen. Die Bevölkerung Ägyptens wächst übrigens rasend schnell. Pro Jahr ist ein Anstieg von rund 2 Prozent zu verzeichnen.</p>
<p>Während um 1800 nur 2,5 Millionen Einwohner gezählt wurden, gab es 200 Jahre später schon fast 68 Millionen Menschen in Ägypten – Tendenz weiter steigend. Aber obwohl die Anzahl an Chinesen deutlich angestiegen ist, machen immer noch 97 % der Bevölkerung die Ägypter selbst aus.</p>
<h2>Fußball</h2>
<p>Das klassische Fußballland, wie man sich das vorstellt, ist Ägypten freilich nicht. Bis jetzt zumindest. Es könnte sich noch einiges an diesem Image ändern. Möglich gemacht hat dass das Jahr 2009. Denn in diesem Jahr fand die Fifa-U17- sowie die Fifia-U20-Weltmeisterschaft statt. Die Weltmeisterschaften fanden, um genau zu sein, in Nigeria und Ägypten statt und waren ein Sporthöhepunkt. Viele Fussballfans haben ihren <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten-urlaub-und-sehenswuerdigkeiten/">Ägypten Urlaub</a> mit einem Besuch im Stadium verbunden.</p>
<p>Während in Nigeria die U-17-Weltmeisterschaft stattfand, war Ägypten Land der U-20-Weltmeisterschaft. Die Endrunde der zuletzt erwähnten Weltmeisterschaft war von Mitte bis Ende Juli 2009 und die der U-17-WM war von 24. Oktober bis Mitte November.</p>
<p>Das größte Stadion Ägyptens ist das „Cairo International Stadium“. Es besteht bereits seit fast 50 Jahren und bietet Platz für mehr als 74.000 Zuschauer. Deshalb bietet es auch Platz für große internationale Fussballspiele. Im Moment wird das Fußballstadion, das eigens 2006 für den Afrika-Cup erneuert wurde, für diverse Spiele genutzt. Wer mit dem Flugzeug nach Kairo kommt ist in knapp 10 Autominuten am Spielort. Vierzehn Kilometer weiter ist bereits der Stadtkern Kairos.</p>
<p>Hinsichtlich der Sitze ist es vergleichbar mit dem Deutschen Olympiastadion in Berlin oder dem Millennium Stadium Cardiff. Das größte Stadion ist jedoch das Camp Nou in Barcelona. Es fasst knapp 99.000 Menschen. So viele Zuschauer wren bei der U-17-WM und der U-20-WM zwar nicht mit dabei sein, doch Nigeria und Ägypten sowie die Fifa luden ein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.erdkunde-online.de/aegypten/">Ägypten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.erdkunde-online.de">Erdkunde-Online</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Insel Sansibar</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/insel-sansibar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 15:11:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Inseln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insel Sansibar Sansibar ist eine Insel und liegt vor der Küste Ostafrikas. Das Wort leitet sich Spice Island, Gewürzinsel, ab. Sie ist ein halbautonomer Teilstaat des Unionsstaates Tansania. Sansibar wird ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Insel Sansibar</h1>
<p class="b_paractl">Sansibar ist eine <a href="https://www.erdkunde-online.de/was-ist-eine-insel/">Insel </a>und liegt vor der Küste Ostafrikas. Das Wort leitet sich Spice Island, Gewürzinsel, ab. Sie ist ein halbautonomer Teilstaat des Unionsstaates Tansania.</p>
<blockquote>
<p class="description"><em>Sansibar</em> wird auch die „Küste der Schwarzen“ genannt.</p>
<h2>Mehr Inselgruppe als Insel</h2>
</blockquote>
<p>Genau genommen ist Sansibar keine einzelne Insel. Es handelt sich um eine <a href="https://www.erdkunde-online.de/was-ist-eine-inselgruppe/">Inselgruppe</a> 30 km vor Tansania. Sansibar liegt im Sansibar-Archipel und besteht aus zwei Insel-Staaten, die sich Ungaja und Pemba nennen. Zu den Hauptinseln kommen einige Nebeninsel und die kleine Latham-Insel, die etwas abgelegen liegt. Der Name Sansibar wird umgangssprachlich für Ungaja benutzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_672" aria-describedby="caption-attachment-672" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-672" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-weisser-Strand.jpg" alt="Insel Sansibar - Weißer Strand" width="640" height="427" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-weisser-Strand.jpg 640w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-weisser-Strand-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-weisser-Strand-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-672" class="wp-caption-text">Insel Sansibar &#8211; Weißer Strand</figcaption></figure>
<h2>Die Insel als Urlaubsparadies &#8211; weiße Strände, Palmen und smaragdgrünes Wasser</h2>
<p>Freddie Mercury, der Sänger der Band Queen, kam 1946 unter dem Namen Farrokh Bulsara auf Sansibar zur Welt. Durch ihn erreichte die Insel in der breiten Masse einen großen Bekanntheitsgrad. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum und gleichzeitig ein Pilgerort für seine Fans. Hier können sie ihrer Legende nah sein.</p>
<p>Die Insel im Indischen Ozean ist ein wenig wie aus 1001 Nacht. Es gibt viele arabische Momente. Zusammen mit der schönen Küste und den kilometerlangen Traumstränden rund um die Insel wurde sie von vielen Urlaubern zum Sehnsuchtsort. So kann das Paradies vor Tansania mit den Trauminseln der Malediven und der Seychellen durchaus mithalten.</p>
<p>Die mehr als 11 Flugstunden von Deutschland werden für das neu entdeckte Reiseziel von vielen gern in Kauf genommen. Besonders im Dezember und im Januar kann man auf diesem schönen Flecken Erde die Sonne genießen und den deutschen Winter entfliehen. In diesen Monaten liegen die Durchschnittstemperaturen bei über 26 Grad Celsius. Auch der Juli bis Oktober ist geeignet. Die Niederschläge sind hier am geringsten.</p>
<p>Im Norden kann der Urlauber ohne an Gezeiten gebunden sein, baden. An den anderen Stränden ist man den Gezeitenphänomen ausgesetzt, was den Urlaub jedoch nicht weniger spannend macht. Das Meer hat seinen eigenen Reiz, es funkelt in tausenden maritimen Farben, von Grün bis zum Nachtblau.</p>
<p>Auch für Partytouristen ist gesorgt, in Nungwi finden diese Musik und Spaß und alles was es für diese Urlaubsform braucht.</p>
<p>Der Reiz der Insel besteht aus seinen Bewohnern. Sie tragen noch typische traditionelle afrikanische Kleidung, in der sie an den Stränden exotische Früchte verkaufen. An einigen Stränden führen sie ihre charakteristischen Tänze vor den Gästen auf. In den Restaurants werden typische Massai-Abendessen angeboten. Die Sonnenuntergänge sind traumhaft und bleiben in ewiger Erinnerung.</p>
<figure id="attachment_702" aria-describedby="caption-attachment-702" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-702" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Boot.jpg" alt="Einheimische im Boot vor Strand" width="640" height="427" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Boot.jpg 640w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Boot-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Boot-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-702" class="wp-caption-text">Einheimische im Boot vor Strand</figcaption></figure>
<h2><strong>Vielseitige Ausflugsmöglichkeiten im Paradies</strong></h2>
<p>Sansibar ist weitaus mehr nur ein Inselparadies mit traumhaften Stränden. Die Auswahl an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten macht es zu einem perfekten Reiseziel für Touristen, die von allem etwas erleben wollen. Von <strong>faszinierenden Tauchgängen</strong> über <strong>actiongeladene Quadtouren</strong> bis hin zur <strong>Erkundung antiker Ruinen</strong> &#8211; Sansibar hat für jeden etwas zu bieten.</p>
<p>Zu den beliebtesten Ausflügen und Sightseeing-Aktivitäten auf Sansibar gehört ganz unverkennbar ein Besuch in der<strong> Altstadt von Sansibar Stadt &#8211; &#8222;Stone Town&#8220;.</strong> Dieses Weltkulturerbe ist voller <strong>alter Moscheen, Paläste und Märkte</strong>, die es zu erkunden gilt. Bei einem<strong> Besuch des alten Sklavenmarktes</strong> kann man die Verbundenheit zur Historie dieses alten und interessanten Ortes regelrecht spüren.</p>
<p>Doch auch außerhalb der Stadt gibt es viele interessante Orte zu besichtigen, darunter zum Beispiel <strong>die Gefängnisinsel</strong>, der <strong>Jozani-Wald</strong> oder eine der <strong>zahlreichen Gewürzfarmen</strong>. Schließlich nennt man Sansibar nicht ohne Grund auch die Gewürzinsel.</p>
<blockquote><p>Der Spruch &#8222;Geh doch dorthin, wo der Pfeffer wächst“, war noch nie passender!</p></blockquote>
<p>Allerdings sind es nicht nur die Ausflüge an Land, die diesem Paradies seinen ganz besonderen Charme verleihen. Viele Reisende kommen vor allem auch wegen der <strong>Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten</strong> auf die Insel. Die Vielfalt der <strong>Korallen und Fische des Indischen Ozeans</strong> zählt zu den artenreichsten der Welt. Tauchen auf Sansibar ist eine hervorragende Gelegenheit, diese faszinierende Unterwasserwelt zu erkunden. Es gibt <strong>viele Tauch- und Schnorchelplätze rund um Sansibar</strong>, die für alle etwas zu bieten haben, vom Anfänger bis zum erfahrenen Taucher. Die <strong>beliebtesten Tauchplätze</strong> befinden sich dabei rund um <strong>Prison Island</strong>, dem<strong> Mnemba Atoll</strong> und <strong>Mafia Island</strong>.</p>
<p>An Aktivitäten mangelt es auf Sansibar nicht und mit seiner <strong>atemberaubenden Unterwasserwelt</strong>, der<strong> vielfältigen Landschaft</strong> und einer <strong>faszinierenden Kultur i</strong>st für jeden etwas dabei. Egal, ob man auf der Suche nach Action oder Entspannung ist,   <a href="https://sansibar-urlaub.de/" target="_blank" rel="noopener"> <strong>Sansibar Ferien </strong>begeistern alle Urlaubstypen</a>.</p>
<h2>Die schönsten Strände von Sansibar</h2>
<ul>
<li><strong>Kendwa Strand</strong> &#8211; drei Kilometern weißer Sandstrand mit geringer Gezeitenwirkung in einer Gegend mit aktiven Nachtleben</li>
<li><strong>Strand von Paje</strong> &#8211; weißer Strand mit vielen Stunden Ebbe, viel Zeit zum Seesterne suchen, wer ein aufregendes Nachtleben sucht, ist hier richtig, viel Wind ist ideal für Kitesurfer</li>
<li><strong>Matemwe Strand</strong> &#8211; ruhiger Strand mit weißem Sand, entfernt vom Massentourismus</li>
<li><strong>Nakupenda Strand</strong> &#8211; bei Flut wird der weiße Strandabschnitt von Wasser bedeckt und unsichtbar</li>
<li><strong>Jambiani-Strand</strong> &#8211; der Strand bietet ein starkes Farbenspiel des Wassers bei Ebbe und Flut, der weiße Sandstrand lädt zu langen Spaziergängen ein</li>
<li><strong>Vumawimbi Strand</strong> &#8211; Strand mit weißem Sand hinter Palmen und Wäldern</li>
<li><strong>Uroa-Bucht</strong> &#8211; langer Sandstreifen zur Erholung</li>
<li><strong>Insel Misali</strong> &#8211; weißer Sandstrand auf der Insel, mit vorgelagerten Korallenriffen</li>
</ul>
<figure id="attachment_667" aria-describedby="caption-attachment-667" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-667" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand.jpg" alt="Sansibar Strand" width="640" height="426" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand.jpg 640w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-600x399.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-667" class="wp-caption-text">Sansibar Strand</figcaption></figure>
<h2>Steckbrief Sanisbar<br />
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate"></h2>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Gehört zu</td>
<td>Tansania (halbautonomer Teilstaat)</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptstadt</td>
<td>Sansibar-Stadt</td>
</tr>
<tr>
<td>Sprache</td>
<td>Swahili, daneben Amtssprache Englisch, teilweise Arabisch</td>
</tr>
<tr>
<td>Religion</td>
<td>Muslime</td>
</tr>
<tr>
<td>Fläche</td>
<td>2654 km²</td>
</tr>
<tr>
<td>Einwohnerzahl</td>
<td>1.155.065(2019)</td>
</tr>
<tr>
<td>Insel</td>
<td>Insel mit 2 Hauptinseln, Nebeninsel und kleiner Latham-Insel</td>
</tr>
<tr>
<td>Lage</td>
<td>Indischer Ozean, 30 km vor Tansania</td>
</tr>
<tr>
<td>Unabhängigkeit</td>
<td>10. Dezember 1963 von Großbritannien</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2>Wetter und Klima</h2>
<p>Die Durchschnittstemperaturen auf dieser Insel betragen 25 °C und es herrscht maritimes Klima.</p>
<figure id="attachment_699" aria-describedby="caption-attachment-699" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-699" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Kuehe.jpg" alt="Sansibar - Kühe am Strand" width="640" height="434" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Kuehe.jpg 640w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Kuehe-300x203.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Kuehe-600x407.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-699" class="wp-caption-text">Sansibar &#8211; Kühe am Strand</figcaption></figure>
<h2>Wissenswertes zu Insel Sansibar</h2>
<div class="su-note"  style="border-color:#7acbe2;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#94e5fc;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;">
<ul>
<li>Die Hauptstadt von Pemba heißt „Chake Chake“ und die von Sansibar ist &#8222;Zanzibar City&#8220;, also Sansibar Stadt.</li>
<li>Die Insel liegt im Indischen Ozean und befindet sich wenige Grade südlicherseits vom Äquator entfernt.</li>
<li>Sie wurde schon im 8. Jahrhundert entdeckt.</li>
<li>Hier existieren noch einzigartige Schiffe erbaut aus Holz, zudem kommt als Besonderes hinzu, dass diese Schiffe kein Metall aufweisen. In manchen Teilen der Inselabschnitte kann man noch das traditionelle Leben dieser Menschen beobachten. Es wird hier hauptsächlich Englisch und Arabisch gesprochen.</li>
<li>Die Gesamtfläche der Insel erstreckt sich auf 2654 km² mit einer Einwohnerzahl von 1155065, diese werden auch Sansibari genannt, mit einer geschätzten Bevölkerungsdichte von 435 Einwohner/km².</li>
<li>Auf dieser Insel existieren mehrere kleine Inseln, die ihren eigenen Namen haben.</li>
<li>Das wohl Interessanteste an dieser Insel ist, dass die Häuser alle aus Korallen erbaut worden.</li>
<li>Darüber hinaus finden sich viele Kolonialbauten, darunter ein 1883 entstandener Zeremoniepalast für den Sultan von Oman, das man „House of Wonders“ nennt. Es wurde modern mit elektrischem Strom, einem Aufzug und weiteren technischen Möglichkeiten errichtet.</li>
<li>Ein trauriges Kapitel ist der Sklavenhandel auf der Insel, an das noch heute eine Kirche und ein Spital mit Kerker gegen das Vergessen erinnert.</li>
<li>In der Hauptstadt von Sansibar befindet sich die bekannte Altstadt „Stone Town“ welche sicherlich sehenswert erscheint, da hier detailgetreu viele alte Häuser neu hergerichtet worden nach alten Maßstäben. Das Labyrinth der Gassen von Stone Town wurde 2000 UNESCO Weltkulturerbe ernannt.</li>
<li>Die sogenannte Taarab-Musik, welche sehr bekannt ist, hat ihren eigentlichen Ursprung auf dieser Insel.</li>
<li>Wirtschaftszweige finden sich auf der Insel, wie zum Beispiel die Industrie und der Handel mit Gewürzen (zum Beispiel Pfeffer, Nelken, Kardamom und Muskat) und Kokospalmen.</li>
<li>Besonders zu erwähnen ist, dass es auf der Insel keinen öffentlichen Nahverkehr gibt.</li>
<li>In einigen Gebieten ist der Urwald erhalten geblieben. Dazu gehört das Jozani-Waldreservat. In diesen können rote Stummelaffen beobachtet werden. Dies ist eine besondere, vom Aussterben bedrohte Affenart.</li>
</ul>
</div></div>
<figure id="attachment_697" aria-describedby="caption-attachment-697" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-697" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Einheimische.jpg" alt="Insel Sansibar - Strand mit Einheimischen" width="640" height="427" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Einheimische.jpg 640w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Einheimische-300x200.jpg 300w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Sansibar-Strand-Einheimische-600x400.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption id="caption-attachment-697" class="wp-caption-text">Insel Sansibar &#8211; Strand mit Einheimischen</figcaption></figure>
<h2>Lage</h2>
<figure id="attachment_1328" aria-describedby="caption-attachment-1328" style="width: 500px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1328" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Spice_Islands_Zanzibar_highlighted.svg.png" alt="Lage der Insel Sansibar" width="500" height="617" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Spice_Islands_Zanzibar_highlighted.svg.png 500w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2020/09/Spice_Islands_Zanzibar_highlighted.svg-243x300.png 243w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption id="caption-attachment-1328" class="wp-caption-text">Lage der Insel Sansibar</figcaption></figure>
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spice_Islands_(Zanzibar_highlighted).svg" target="_blank" rel="noopener">Mysid</a>, Public domain, via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Mauritius</title>
		<link>https://www.erdkunde-online.de/mauritius/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erdkunde Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 18:50:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Länder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die blühende Trauminsel Mauritius : Fakten &#8211; Wissen &#8211; Reisen Rund eine Million Urlauber besuchen Mauritius jährlich und tragen auf diese Weise einen bedeutenden Teil zum wirtschaftlichen Aufschwung des kleinen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die blühende Trauminsel Mauritius : Fakten &#8211; Wissen &#8211; Reisen</h2>
<p>Rund eine Million Urlauber besuchen Mauritius jährlich und tragen auf diese Weise einen bedeutenden Teil zum wirtschaftlichen Aufschwung des kleinen Inselstaates bei. Da stellt sich die Frage, warum das Reiseziel Mauritius für so viele Menschen interessant ist. Die Antwort darauf ist leicht: Neben angenehmen tropischen Temperaturen hat die Insel lange Sandstrände, eine einzigartige Flora und Fauna und eine interessante Kultur zu bieten.</p>
<h2>Die unabhängige Republik Mauritius</h2>
<p>Da das Land seit längerer Zeit als politisch stabil gilt, ist es nicht verwunderlich, dass auch der Tourismus boomt. Der Inselstaat ist eines der wenigen afrikanischen Länder, die seit ihrer Unabhängigkeit eine repräsentative Demokratie als Regierungsform haben und die Menschenrechte garantieren. Die Hauptstadt ist Port Louis und die Amtssprache Englisch, auch wenn im Alltag hauptsächlich Morisyen gesprochen wird. Natürlich hängt dies mit der wechselhaften Kolonialgeschichte des Landes zusammen, die auch die schmackhafte Küche geprägt hat. Ohnehin lassen sich hier zahlreiche koloniale Reliquien finden, die die Insel auch für Geschichtsinteressierte attraktiv machen kann. Auch der berühmteste Tanz Mauritius, der Sega, hat seine Ursprünge in der Zeit der Unterdrückung der Insel.</p>
<h2>Mauritius auf einem Blick</h2>
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate">
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Hauptstadt</td>
<td>Port Louis</td>
</tr>
<tr>
<td>Fläche</td>
<td>2.040 km²</td>
</tr>
<tr>
<td>Einwohnerzahl</td>
<td>10.727.668 (2018)</td>
</tr>
<tr>
<td>Höchster Berg</td>
<td>Piton de la Petite Riviére Noire 826 m</td>
</tr>
<tr>
<td>Größte Insel</td>
<td>Mauritius 1865 km² (weitere Inseln: Rodrigues, Cargados-Carajos-Inseln, Agalega-Inseln)</td>
</tr>
<tr>
<td>Landessprache</td>
<td>Englisch</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2>Lage und Bevölkerung</h2>
<p>Im Südwesten des indischen Ozeans befindet sich dieser Inselstaat. Die Seychellen liegen im Norden und La Réunion im Westen. Die Hauptstadt von Maurizius heißt Port Louis. Weitere Städte gehören Maurizius an, diese heißen beispielsweise Curepipe und Quatre Bornes.1968 erlangte Maurizius die Unabhängigkeit.</p>
<p>Die Hauptinsel wird umgeben von Riffs. Es gibt auch kleinere Inseln, die sich daraus erheben, wie zum Beispiel die Insel Amber Island. Die Einwohnerzahl liegt bei 10.727.668 (2018) . Die Mehrzahl der Bevölkerung stammt vom indischen Subkontinent ab und eine kleine Minderheit der dort angesiedelten Menschen, die man auch „Kreolen“ nennt. Maurizius gehört den Maskarenen an. Im März des Jahres 1992 wurde Maurizius zur Republik.</p>
<h2>Tourismus auf der Trauminsel</h2>
<p>Die landschaftliche Schönheit und die besonderes bunte Kultur hebt sie von anderen <a href="https://www.erdkunde-online.de/inseln/">Inseln</a> ab. Dadurch wurde der Tourismus die zweitgrößte Einnahmequelle für die Republik Mauritius.</p>
<p>Der „Black River Gorges“ Nationalpark lädt zu langen Wanderungen ein, die bestimmt nicht langweilig sind. Zudem bietet Maurizius eine wunderschöne Unterwasserwelt an. Die mit nahezu weiten, bis zu 170 km langen, Sandstrände, laden ebenfalls in Abendstunden und am Tage zu ausgedehnten Spaziergängen ein.</p>
<p>In Maurizius findet man aber auch wunderschöne botanische Gärten, mit zum Beispiel Pamplemousses und anderen zahlreichen exotischen Pflanzenarten vor. Das Klima auf dieser Insel ist tropisch und die Temperaturen bewegen sich bei 23 °C. Die zahlreichen Berglandschaften laden ebenfalls zu Wanderungen ein, der höchste Berg nennt sich „Piton de la Petite Riviére Noire“ mit 828 m Höhe.</p>
<p>Touristen freuen sich vor allem über das ausgeprägte Sportangebot. Gerade Wassersportfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Egal ob man Segeln, Surfen oder Kitesurfen, Tauchen oder Schnorcheln möchte: Auf Mauritius lässt sich jede dieser Sportarten hervorragend ausüben. Durch die gute touristische Infrastruktur ist es auch leicht, Material zu leihen und über die besten Orte informiert zu werden.</p>
<h2>Wetter in Port Louis</h2>
<div class="su-table su-table-responsive su-table-alternate">
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Durchschnittliche Januar-Temperaturen</td>
<td>23 °C</td>
</tr>
<tr>
<td>Durchschnittliche Juli-Temperaturen</td>
<td>27 °C</td>
</tr>
<tr>
<td>Jährlicher Niederschlag</td>
<td>1000 mm</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<h2>Karte von Mauritius</h2>
<figure id="attachment_1311" aria-describedby="caption-attachment-1311" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1311" src="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg.png" alt="Karte von Mauritius" width="960" height="1146" srcset="https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg.png 960w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg-251x300.png 251w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg-858x1024.png 858w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg-768x917.png 768w, https://www.erdkunde-online.de/wp-content/uploads/2019/08/Mauritius_Island_topographic_map-de.svg-600x716.png 600w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption id="caption-attachment-1311" class="wp-caption-text">Karte von Mauritius</figcaption></figure>
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mauritius_Island_topographic_map-de.svg" target="_blank" rel="noopener">Eric Gaba (Sting &#8211; fr:Sting); translated by NordNordWest</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>
<h2>Fakten zu Mauritius</h2>
<div class="su-note"  style="border-color:#7acbe2;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#94e5fc;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:4px;-moz-border-radius:4px;-webkit-border-radius:4px;">
<ol>
<li>Mauritius ist ein unabhängiger Inselstaat</li>
<li>Die Republik Mauritius  liegt im Indischen Ozean zirka 800 km östlich von Madagaskar</li>
<li>Die Insel besteht im Kern aus einer zerklüfteten Vulkaninsel, die von Korallenriffen umgeben ist</li>
<li>Es herrscht tropisches Klima, abgemildert durch einen südöstlichen Passatwind</li>
<li>Neben der Hauptinsel gehören Rodrigues, die Cargados-Carajos-Inseln und die Agalega-Inseln zum Gebiet des Staates.</li>
<li>Mauritius verfügt über einige wichtige Ressourcen, wie Zuckerrohr, Bananen, Tee, Tabak und Produkte aus dem Fischfang</li>
<li>1598 wurde die Insel entdeckt und nach dem holländischen Seefahrer Moritz von Nassau-Oranien benannt</li>
<li>Bis zum 18 Jahrhundert blieb sie unbewohnt, erst dann siedelten sich Franzosen auf der Insel an</li>
<li>Die Insel gehörte zum Britischen Commonwealth und erlangte 1968 seine Unabhängigkeit von Großbritannien</li>
<li>Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Hindus, gefolgt von Katholiken, Muslime, Protestanten und Buddhisten</li>
</ol>
</div></div>
<h2>Die rote und die blaue Mauritius</h2>
<p>Gerade für Briefmarkensammler übt das kleine afrikanische Land, das fast 900 km östlich von Madagaskar liegt, einen besonderen Reiz aus. Die rote und die blaue Mauritius sind zwar nicht, wie gerade von Laien häufig falsch angenommen wird, die teuersten und seltensten Briefmarken der Welt. Dennoch gehören die Marken, die 1847 gedruckt worden sind, nachdem Mauritius als fünftes Land auf der Welt Briefmarken nutzte, zweifellos zu den bekanntesten Marken, die jemals gedruckt wurden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.erdkunde-online.de/mauritius/">Mauritius</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.erdkunde-online.de">Erdkunde-Online</a>.</p>
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